Innerhalb weniger Wochen gingen bei den Betrugsermittlern der Polizeiinspektion vier Strafanzeigen ein, bei denen die Betrugsopfer jeweils um 900 Euro erleichtert wurden.
Die Masche der Unbekannten war dabei immer die gleiche, teilt die Polizei mit: Ein Mitarbeiter einer Gewinnspielzentrale meldete sich beim vermeintlichen Gewinner und stellte einen Betrag im fünfstelligen Bereich in Aussicht. Dieser würde allerdings nur ausgezahlt, wenn vorab ein Betrag von 900 Euro an den Gewinnauszahler transferiert werde. Es sollten in allen Fällen neun Gutscheine zu jeweils 100 Euro von einem Onlinekaufhaus erworben und die Gutscheincodes an die Anrufer telefonisch übermittelt werden. Der Anrufer oder die Anruferin ließen sich von den Geschädigten die Gutscheincodes übermitteln und lösten die Gutscheine unmittelbar danach beim Onlinekaufhaus ein.
Eine Auszahlung des fünfstelligen Geldgewinns erfolgte natürlich nicht.
Ein zweiter Kontakt mit der freundlichen Dame oder dem freundlichen Herren am Telefon ergab, dass der Auszahlungsbetrag deutlich höher sei als der ursprünglich in Aussicht gestellte. Damit dieser Betrag auch ausgezahlt werden könne, sollten nochmals zwischen 4000 und 5000 Euro in Form von 100-Euro-Gutscheincodes übertragen werden. Hier wurden alle vier Geschädigten stutzig und brachten den Sachverhalt bei der Polizei zur Anzeige. Auf den Geldgewinn warteten sie vergebens.
Ermittelt wird jeweils wegen Betrugs. Der oder die Täter sind offenbar immer dieselben. Die Telefonnummer der Betrüger ist jedoch stets ine andere. Ein Rückschluss auf den Anschlussinhaber ist nicht möglich, da die Rufnummer bewusst mit technischem Gerät von den Betrügern verändert wird. pol