Die Oberfrankenstiftung unterstützt das Haus Immanuel in Hutschdorf. Die Fachklinik, die seit 1907 alkoholabhängige Menschen und seit 1961 ausschließlich suchtmittelabhängige Frauen behandelt, plant 2021 den Bau eines vollstationären, bundesweit einzigartigen Mutter-Kind-Zentrums mit angeschlossener Kindertagesstätte. Die Fertigstellung der modernen Gebäude soll Mitte 2022 erfolgen.

Die Kosten der neuen Einrichtungen belaufen sich insgesamt auf 6,6 Millionen Euro. Klinikleiter Gotthard Lehner freut sich jetzt über die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Oberfrankenstiftung, die das Vorhaben mit einer Million Euro fördert. "Wir freuen uns mächtig über diese großzügige Spende und bedanken und recht herzlich dafür", so Lehner. "Sie hilft uns sehr bei der Umsetzung unserer ambitionierten Ziele."

Das neue Mutter-Kind-Zentrum soll Platz für zwölf Mütter, die eine Entwöhnungsbehandlung in einer Suchtrehabilitationseinrichtung abgeschlossen haben, mit bis zu 16 Kindern bieten. Mutter und Kind(er) sollen Krisen- und Notfallsituationen im Schutz einer stationären Unterbringung überwinden. Es sind insgesamt zwölf Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern geplant.

In den letzten Jahren rückte vor allem die Mitbetreuung und Förderung von Kindern immer stärker in den Fokus der Betrachtung. Dieser Ansatz wird nun durch den Neubau einer hausinternen Kita weitergeführt. "Es ist uns ein großes Anliegen, den Kindern wieder eine tragfähige Beziehung zur Mutter zu ermöglichen", so Lehner. Grundlegend dafür sei die Gewöhnung an realitätsnahe und gelingende Alltagsstrukturen. "Ohne finanzielle Unterstützung wäre uns die Umsetzung des Projektes nicht möglich. Als diakonische Einrichtung sind wir sehr auf Spendengelder angewiesen", sagt er. red