Rotterdam/Münnerstadt — Die City-Mountainbike-Sprint-Serie in den Beneluxländern ist Anziehungspunkt für viele internationale Sportler. Andy Eyring nutzte den Auftakt in Rotterdam erfolgreich als Generalprobe für das erste europäische Weltcup-Rennen. Es lief in den Niederlanden gut für den fränkischen Sprint-Spezialisten vom Team Bergamont-Hayes: Achtel- und Viertelfinale gewann der gebürtige Münnerstädter souverän, im Halbfinale musste er sich nur dem späteren niederländischen Gesamtsieger Joeren van Eck geschlagen neben. So zeichnete sich ein spannendes Finale auf dem schnellen, aber engen Stadtkurs ab.

Aus den Pedalen gerutscht

Ein überraschend früher Start brachte den Wahl-Koblenzer zunächst ins Hintertreffen, dazu rutschte er kurz aus den Pedalen. Zwar konnte der 25-Jährige schnell zu den beiden Führenden wieder aufschließen, doch während van Eck sein hohes Tempo über die beiden Runden durchzog, versuchte sein Landsmann Lehvi Braam seinen zweiten Platz nach hinten abzusichern: "Lehvi trat nach den Kurven immer wieder schnell an, ließ dann aber auch genauso schnell wieder die Beine hängen. So kamen Fabrice (Mels, Anm. d. Red.) und ich zwar immer wieder ran, aber auf dem engen Kurs nie vorbei."

Hart und nicht ganz fair

Auf der etwas breiteren Start-/Zielgerade versuchte er am Ende der ersten von beiden Finalrunden sein Glück, "doch Lehvi hat gezielt zugemacht, so dass nicht vorbei kam", ärgerte sich Eyring ein wenig. "Über die künstlichen Sprünge war ich neben Lehvi, aber ich kam nicht vorbei", berichtete Eyring. Mels, der an Eyring Hinterrad klebte, erkannte das Dilemma und wechselte nach links. Doch auch dort war zu wenig Platz: Braam verteidigte seinen zweiten Platz, Mels wurde Dritter. Eyring musste als Vierter neben dem Podium Platz nehmen: "Das war richtig knapp, aber den letzten Metern konnte ich einfach nicht mehr." spion