Erlangen — Epilepsie: einerseits weit verbreitet und andererseits mit vielen Vorurteilen gegenüber den Betroffenen verbunden. Seit 1996 macht die Deutsche Epilepsievereinigung beim Tag der Epilepsie auf die Erkrankung aufmerksam und lädt zu Informationsveranstaltungen ein. Am Montag, 5. Oktober, richtet sie die Zentralveranstaltung zur diesjährigen bundesweiten Aktion in Zusammenarbeit mit dem Epilepsiezentrum der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen und der Erlanger Gruppe "Selbsthilfe bei Epilepsie" aus. Das teilt die Pressestelle der Universität mit. Zu der Zentralveranstaltung ab 15.30 Uhr im Nägelhof, Obere Gasse 19, in Erlangen-Büchenbach sind alle Interessierten willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Epilepsien sind häufige neurologische Erkrankungen, in Deutschland sind etwa 500 000 Menschen davon betroffen. Damit ist die Epilepsie nach der Migräne die zweithäufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Epilepsien sind nicht ansteckend, selten vererbbar und keine Geisteskrankheiten. Es gibt auch nicht "die Epilepsie", sondern es handelt sich um eine Erkrankung in verschiedenen Erscheinungsformen: von kurzen Aussetzern des Bewusstseins (sogenannten Absencen) über Missempfindungen und Muskelzuckungen bis hin zum meistens mit dem Begriff Epilepsie assoziierten Grand-Mal-Anfall, der mit einem vollständigen Bewusstseinsverlust, Verkrampfungen auf beiden Seiten, oft einem Sturz, Schreien und weiteren körperlichen Begleiterscheinungen einhergeht. Eine Zielsetzung des Tages der Epilepsie 2015 ist es dementsprechend, auf die Notwendigkeit einer - vor allem frühzeitigen - Behandlung durch spezialisierte Ärzte hinzuweisen. red