Gerade erst aufgestiegen und dann noch zum Heimspiel in fremder Halle beim TV 07 Wiesenfeld angetreten, gewinnen die Damen aus der Kooperation TSV Bad Rodach/TSV Bad Königshofen ihr erstes Spiel in der Oberliga Bayern gegen den RV Victoria Wombach II mit 6:4. Die vermutlich jüngste Mannschaft in der Oberliga Bayern trat mit Koharu Itagaki (11 Jahre), Sophie Schirm (12), Svenja Schirm (14) und der erfahrenen Abwehrspezialistin Shinobu Itagaki an. Sie erweckten den Eindruck, weniger aufgeregt zu sein als manch einer der Bad Rodacher Verantwortlichen.

Dies spiegelte sich dann auch im Spielgeschehen wider, in dem die anwesenden Zuschauer mit hochklassigem Tischtennissport belohnt wurden.

Oberliga Bayern, Damen

TSV Bad Rodach -

RV Victoria Wombach II 6:4

Nachdem auch der Bad Königshofener Trainer Koji Itagaki begeistert von den neuen Doppelpaarungen war, spielten Koharu Itagaki mit Sophie Schirm - die beiden Jüngsten in der Mannschaft - und Svenja Schirm mit Shinobu Itagaki. Eine richtige Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Bereits im ersten Doppel gewannen Koharu und Sophie gegen Behringer/Nätscher mit 3:2 nach einem 0:2-Rückstand. Eine tolle Leistung der beiden jungen Mädchen.

Auch Svenja und Shinobu drehten nach verlorenem ersten Satz (-7), die Partie gegen Nöth/Ott mit 11:6, 12:10 und 11:5. Befreit startete das Team dann in die Einzel. Koharu Itagaki ließ ihrer Gegnerin Lucia Behringer nicht den Hauch einer Chance (3, 4, 5). Sophie Schirm tat sich hingegen gegen die erfahrene Andrea Nöth schwer und fand trotz einer beachtlichen Leistung nicht das richtige Mittel.

Svenja Schirm hielt eine 2:0-Satz-Führung nicht und verlor gegen die immer besser ins Spiel kommende Sophie Ott knapp mit 2:3. Abwehrspezialistin Shinobu Itagaki hatte im vierten Einzel des Tages gegen Laura Nätscher keine Probleme und ließ ihre Gegnerin abblitzen 3:0 (5, 5, 2). Beim Spielstand von 4:2 ging es in den zweiten Einzel-Durchgang. Ausnahmetalent Koharu Itagaki gewann klar mit 3:0 gegen Nöth (7, 6, 3) - vielen Beobachtern stellt sich die Frage, wie die erst Elfjährige eine solche Leistung abrufen kann und dabei den Eindruck erweckt, völlig entspannt an der Platte zu stehen.

Bei Sophie Schirm lief es, ähnlich wie bereits im ersten Spiel, nicht optimal. Trotz starker Leistung musste sie ihrer Gegnerin mit 1:3 den Vortritt lassen. Das nötige Quäntchen Glück fehlte auch ihrer Schwester Svenja gegen Laura Nätscher. Erneut brachte sie eine 2:0-Führung nicht durch. Jetzt war Shinobu Itagaki gefragt, gegen Sophie Ott den Heimsieg sicherzustellen. In einem sehenswerten Spiel zwischen Abwehr und Angriff - die Zuschauer staunten, wie es Shinobu gelang, sicher geglaubte Bälle ihrer Gegnerin noch zurückzubringen - gewann sie mit 3:1. Danach herrschten große Freude und Erleichterung nicht nur bei den Spielerinnen, sondern auch bei den Bad Rodacher Verantwortlichen. Auf den Punkt brachte Harald Todt aus Kiel, der via Whatsapp-Liveticker zugeschaltet war, die Geschehnisse in Wiesenfeld: "Hier sieht man wieder einmal wie wichtig die Doppel sind, auch wenn viele das Gegenteil behaupten." ntu