Zu einem Betroffenenseminar hatte die Tinnitus- Selbsthilfegruppe Kulmbach ins Haus der Jugend nach Rugendorf eingeladen. Hauptreferent war Volker Kratzsch, ärztlicher Direktor der Klinik am "Am Stiftsberg" in Bad Grönenbach.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Herbert Rösch vermittelte der Mediziner auf leicht verständliche Art die neuen EU-Leitlinien bezüglich der Tinnitus-Behandlung. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die Ursache, Diagnostik sowie die Behandlungsansätze.

Es sei notwendig, dass durch den behandelnden Arzt eine ausführliche und umfangreiche Basisdiagnostik erhoben werde, sagte Volker Kratzsch. Wichtig sei, beim Nachweis des Schweregrads den Fragebogen von Hiller und Göbel zu verwenden. Notwendig sei dabei, die gesamte Lebenssituation des Betroffenen darzustellen.

Für den Betroffenen ist es laut Redner wichtig, das Symptom Tinnitus zu verstehen. Hier würden Ärzte, Psychologen und Selbsthilfegruppen helfen.

Weiter ging der Referent auf die neuen Behandlungsmethoden der von den Krankenkassen finanzierten Apps ein. Auch berichtete er über die künftigen Veränderungen in der Einstufung "Grad der Behinderung".

In der Diskussion wurde auch über den Reha-Antrag informiert. red