Die Realschule CO I verabschiedete ihre Absolventen. Lea Schamberger war mit einem Notendurchschnitt von 1,5 die Schulbeste.
Was früher einmal "mittlere Reife" hieß, nennt sich heute Realschulabschluss. "Reifen ist ein nie abgeschlossener Prozess und bedeutet nichts anderes als ein Bemühen um verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und mit anderen", sagte Realschulleiterin Susanne Carl. Schule sei auch ein Ort zur Bildung der eigenen Persönlichkeit, die Einsicht in die eigenen Stärken und Schwächen, hob Susanne Carl hervor. Ein mittlerer Reifegrad drücke demnach aus, dass die Schüler auf einem guten Weg seien, sie bereits sehr viel Eigenverantwortung besitzen und dass sie von einer guten Ausgangsbasis in den nächsten Lebensabschnitt starten.
Oft würden Lehrer ungewollt den Eindruck erwecken, dass die Note in einer Arbeit ein Gradmesser für Intelligenz und künftigen Erfolg sei. "Dieser Eindruck täuscht". Auch aus ungern lernenden Schülern würden vielfach engagierte, fleißige Mensch, die ihren Weg selbstbewusst und mit einem Ziel vor Augen gehen.
Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) hat vor 32 Jahren selbst sein Abschlusszeugnis in der CO I entgegengenommen. Er zitierte Gerhart Hauptmann: "Sobald jemand ein Meister in einer Sache geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden". Das gelte für die Schüler, das gelte auch für ihn, sagte Nowak. Sein Rat an die Schüler: "Bleiben Sie erlebnishungrig und wissensdurstig. Werden Sie in vielen Dingen Meister, um auch immer wieder in neuen Sachen Schüler zu werden". des