Wiesenfeld — Heftigen Gegenwind der Bürgerinitiative "Bürger für ihre Region gegen den neuen Verkehrslandeplatz" bekommt die CSU Coburg-Land für ihren Vorschlag, den Bürgerentscheid über den Austritt des Landkreises Coburg aus der Projektgesellschaft für einen neuen Verkehrslandeplatz abzublasen.
"Die große Mehrheit im Kreistag, einschließlich CSU und Jürgen W. Heike", schreibt Dagmar Escher als Sprecherin der Bürgerinitiative, "hatte am 17. März die Möglichkeit, die 100 000 Euro für den Bürgerentscheid einzusparen." Nämlich dann, wenn sie dem Ziel des Bürgerbegehrens stattgegeben hätte. Da die mit 9677 erreichte Unterschriftenzahl nur wenige Hundert von der erforderlichen Stimmenzahl für einen erfolgreichen Bürgerentscheid trennten, hätte der Kreistag Escher zufolge dem Austritt aus der Projektgesellschaft zustimmen können. Ein entsprechender Antrag - von den Grünen und den ÖDP-Kreisräten eingereicht - lag dem Gremium zur Abstimmung vor.
Weiterhin prophezeit Escher in ihrer Stellungnahme der Planungsgesellschaft große Schwierigkeiten, sollte der Bürgerentscheid am Sonntag, 14. Juni, eine Mehrheit für den Austritt des Landkreises Coburg aus der Planungsgesellschaft erbringen: "Die Satzung der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz bestimmt in Paragraf 11 ihrer Satzung, dass Stadt und Landkreis Coburg über die Hälfte des Stammkapitals halten müssen." Bei einem Austritt des Landkreises wäre diese Konstruktion hinfällig. ct