Der ESC Haßfurt ist weiter auf Kurs Richtung Aufstiegsrunde in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1, denn durch einen souveränen 6:2 (3:0, 1:0, 2:2)-Auswärtserfolg beim ESV Burgau bleibt der Vorsprung auf Platz 6 komfortabel. Weil zeitgleich noch die Schweinfurter "Mighty Dogs" ihre Partie in Dingolfing verloren haben, eroberten sich Spielführer Christian Dietrich und Co. auch die Tabellenführung vom Nachbarn zurück, die dieser dank eines Derbysieges in Bad Kissingen kurzzeitig übernommen hatte.
Apropos Dietrich: "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht", lobte "Hawks"-Trainer Martin Reichert den gebürtigen Bayreuther, der als Krönung seiner bisherigen Topleistung in dieser Saison seine ersten beiden Treffer markierte. Was die mitgereisten 40 Schlachtenbummler unter den 150 Zuschauern ebenso freute wie das überraschende Comeback von Philipp Bates: Knapp ein Jahr nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch, erlitten bei einer heftigen Prügelei der "Hawks" im Derby bei den "Mighty Dogs", kehrte Bates auf das Eis zurück. "Schön, dass er wieder dabei ist", sagte Reichert und war gleich vom ersten Auftritt des 26-Jährigen angetan, der beim 0:2 des dritten Blocks (Torschütze war Christian Dietrich, 15.) auch gleich seine erste Beihilfe gab. "Das hat unserem Spiel sehr gut getan."
Dabei war Vorsicht geboten, denn die "Eisbären"-Verantwortlichen hatten die Reißleine angesichts des bislang eher verkorksten Saisonverlaufes gezogen und Trainer Thore Knopf von seinen Aufgaben entbunden. Doch dessen Nachfolger Stano Hlozek schaffte es in wenigen Tagen nicht, den Hebel auf Erfolg umzustellen. Was jedoch weniger am Bemühen der Hausherren lag als vielmehr am überzeugenden Auftreten der Haßfurter. Denn nach der Führung von Michael Babkovic (8.) und dem zweiten Treffer von Christian Dietrich (15.) sorgte David Franek (16.) noch im ersten Drittel für eine kleine Vorentscheidung. Spätestens nach dem zweiten Treffer von Dietrich zu Beginn des zweiten Abschnittes (24.), war die Partie entschieden. Daran änderte auch der 1:4-Anschluss durch Vladimir Klinga nach nur 38 Sekunden im Schlussdrittel nichts, weil erneut Franek mit einem Penalty den alten Abstand wieder herstellte (46.). Mit seinem dritten Treffer sorgte der Publikumsliebling der "Hawks"-Fans auch für den 6:2-Endstand (54.), nachdem Daniel Tsakalidis auf 2:5 verkürzt hatte (52.).


Leider nicht Wayne Gretzky

"Im letzten Drittel haben leider einige gemeint, sie seien Wayne Gretzky, was nicht ganz stimmte", ärgerte sich Reichert lediglich über einige Phasen. "Das hat sich Gott sei Dank schnell wieder gelegt, und sie haben erkannt, dass sie wieder einen Zahn zulegen müssen."
Die Generalprobe vor dem nächsten wichtigen Wochenende mit dem Derby beim EC Bad Kissingen am Freitag (20 Uhr) und dem Heimauftritt gegen die immer besser in Fahrt kommenden "Pinguine" des EHC Königsbrunn (Sonntag, 18.30 Uhr) ist also geglückt.
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Köhler - Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marc. Hildenbrand, Marx, Bates - Kurz, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Breyer, Vollert / SR: Jürgens, Römer / Zuschauer: 150 (40 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 0:1 (8.) Babkovic (Sramek, Stahl), 0:2 (15.) Dietrich (Bates, Kurz), 0:3 (16.) Franek (Marc. Hildenbrand, Breyer), 0:4 (24.) Dietrich (Kurz), 1:5 (46.) Franek, Penalty, 2:6 (54.) Franek (Breyer) / Strafzeiten: Burgau 12 / Haßfurt 8