Die erfreulich hohe Zahl an Neugeborenen in den vergangenen beiden Jahren stand im Mittelpunkt der Jahreshautpversammlung des St.-Johannes-Vereins Oberthulba. Vorsitzender Jürgen Weigand bedauerte, dass nur eine "Handvoll" Eltern gekommen waren. Dabei hätten die Eltern hier die einmalige Gelegenheit gehabt, sich ausführlich über die aktuelle Situation im Kindergarten zu informieren sowie über die anstehenden Änderungen bei der Ganztagsbetreuung in den ersten Schulklassen.

"Wir freuen uns über jedes Kind in der Gemeinde", sagte Bürgermeister Mario Götz. Aber natürlich seien damit innerhalb sehr kurzer Zeit auch die Anforderungen an die pädagogischen Einrichtungen, speziell bei der Kleinkindbetreuung, angestiegen. Dafür habe die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, und natürlich sind die Vorstandsmitglieder des St.-Johannes-Vereins, die Kindergartenleitung, das Jugendamt und die Kirchenverwaltung Oberthulba ständig auf der Suche nach Lösungen.

Übergangslösung

Es werde Platz für zwölf Krippenkinder benötigt. Als Übergangslösung würde die Kirchenverwaltung Oberthulba Räume im Obergeschoss des Kinderhauses Oberthulba zur Verfügung stellen. Im Gegenzug werden Räume für die Kirche im Anwesen Am Marktplatz 2 zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung soll bis Mitte 2023 erfolgen, hieß es in der Versammlung.

Parallel werde man eine langfristige Lösung suchen, denn ab dem Jahr 2026 besteht für Eltern ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagesbetreuung, erklärte Mario Götz. "Wir müssen uns alle ganz schön ins Zeug legen, um das rechtzeitig zu bewerkstelligen."

Der Vorsitzende des St.-Johannes-Vereins Oberthulba, Jürgen Weigand, hatte ein paar Zahlen vorbereitet. Der St.-Johannes-Verein ist Träger von Standorten in Oberthulba, Hassenbach und dem "Spatzennest" für die Krippenkinder. Mit 120 Kindern sind alle drei Einrichtungen voll ausgelastet "Bei dieser Anzahl von Kindern, der Personalverantwortung für 26 Beschäftigte und einem Jahresumsatz, der fast an die Millionengrenze geht, ist es uns in der Vorstandschaft tatsächlich nicht langweilig geworden", sagte Weigand mit einem Lächeln.

Sein Dank galt daher besonders auch Kassiererin Sabine Eyrich-Halbig, die einen ausführlichen Überblick über die finanzielle Situation der Einrichtungen gab. Finanziell stehe der Verein auf einer soliden Basis und sieht sich für die kommenden Aufgaben gewappnet, sagte Sabine Eyrich-Halbig. red