Zum Weltfrauentag heute Dienstag, 8. März, macht die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar auf die noch immer mangelnde Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam. Auf allen politischen Ebenen gebe es noch Nachholbedarf, heißt es in einer Pressemitteilung aus ihrem Büro. "Gerade im kommunalen Bereich scheuen Frauen noch immer zu oft davor zurück, politische Verantwortung zu übernehmen." Wenig familienfreundliche Sitzungszeiten oder alteingesessene Männerriegen an den Ratstischen sorgten dafür, dass es im Wahlkreis Bad Kissingen Kommunen gibt, in denen der Gemeinderat reine Männersache ist, heißt es in der Pressemitteilung. Von der Zahl der Bürgermeisterinnen ganz zu schweigen. Im Landkreis Haßberge gebe es nur ein weibliches Gemeindeoberhaupt, im Landkreis Bad Kissingen seien es zwei und im Landkreis Rhön-Grabfeld immerhin fünf. "Klar sollte niemand gewählt werden, nur weil sie eine Frau ist", sagt Sabine Dittmar. "Aber Rahmenbedingungen, die den Einstieg leichter machen, wären wünschenswert."

Am Herzen liegt ihr auch die Lohngleichheit. "Die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist noch immer mehr als deutlich", macht sie in der Pressemitteilung klar. Auch wenn der Equal Pay Day, der symbolisch den Zeitpunkt des Jahres markiert, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während die Männer seit Beginn des Jahres bezahlt werden, 2022 erstmals vor dem Weltfrauentag liegt und am 7. März im Kalender stand, beträgt sie noch immer 18 Prozent.

Der Kampf gegen Gewalt an Frauen hat für Sabine Dittmar höchste Priorität. "Wir werden das Recht auf Schutz vor Gewalt für jede Frau und ihre Kinder absichern." Dafür brauche es eine verlässliche und bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser. "Sie sind ein wichtiger Rückzugsort und Schutzraum, der sich nicht ständig um seine finanzielle Existenz sorgen sollte." Der Bund werde sich daher in Zukunft auch an der Regelfinanzierung beteiligen. "Über Spenden freuen sich die Frauenhäuser aber dennoch und sind auch darauf angewiesen." red