Für die zweite Garnitur des HSC 2000 Coburg hat die Zeit des Wartens am Samstag ein Ende. Mit diesem Tag beginnt für die Mannschaft von Trainer Ralf Baucke nach dem Aufstieg in die 3. Handball-Liga eine neue Herausforderung.
Der Bayernliga-Meister betritt in der 3. Liga ohne Zweifel Neuland. Aber dies gilt nicht für einige Akteure, die als Spieler der früheren 1. Mannschaft unter den Trainern Cveba Horvath und Jan Gorr in dieser Liga dabei waren.


Viele kennen die 3. Liga

Trainer Ralf Baucke hat mit Andersson, Drude, Franke, Karapetjan, Rivera, Schramm und Wolf eine stattliche Anzahl von Spielern, die in der 3. Liga agierten, zu denen neben TW Jonas Faber (damals noch Jugendspieler), auch noch Philipp Barsties gehört, der nach seiner langen Verletzungspause bei Bedarf auch in der "Zweiten" eingesetzt werden soll.
Ein dickes Pfund für den Erfolgstrainer ist, dass für diese Liga nicht alle Spieler unerfahren sind. Dennoch kann Baucke auf alle seine 19 Akteure im Kader setzen.
Barsties, Baucke, Andersson, Franke, Karapetjan, Wucherpfennig, Klihm, Fichtner, Rivera, sowie die Torleute Faber und Titze erhielten vor dieser Saison mit den Rückkehrern aus Auerbach (Schramm, Wolf) und Drude (Waldbüttelbrunn) noch Verstärkungen. Zudem kann der Coach auch noch auf Froschauer, Baumeister und Apfel zurückgreifen, die auch weiterhin noch in der A-Jugend einsetzbar sind. Vom TSV Ismaning kam Jugendnationalspieler Benedikt Kellner, trainiert teils und ist Alternativspieler der Bundesligamannschaft und mit dem polnischen Jugend-Nationaltorwart Patryk Foluszny (Ostrovia Ostrov) wurde der gesamte Kader komplettiert. Vier Spieler sind aus der Meistermannschaft ausgeschieden. Darunter die Außenspieler Florian Kirchner und Christian Troppmann, die in die Landesliga zur SG Rödental/Neustadt wechselten, sowie Stefan Haupt, der zurück nach Bamberg ging. Die Handballschuhe an den Nagel hängte Kapitän Ronny Göhl, der als Co-Trainer jedoch der 2. Mannschaft erhalten bleibt. Sein Rekord von 17 Treffern mit der "Ersten" in einem Spiel der 3. Liga 3 ist ein Markenzeichen für seine Nachfolger.
Die Erwartungen für die Saison in der 3. Liga sind seitens der Coburger Verantwortlichen mit dem Klassenerhalt ganz nüchtern eingeordnet. Erst nach einiger Zeit kann man den Stellenwert erst richtig einordnen.
Den ersten Eindruck erleben die Coburger am Samstag im Spiel beim TV Kirchzell, bei dem das Baucke-Team zum Auftakt seine Visitenkarte abgibt. Wie es dort aussehen wird, dahinter steht vorerst ein Fragezeichen, denn man wird abwarten müssen, ob sich die HSC-Reservisten gleich im Odenwald zurechtfinen.


Andy Wolf wird noch fehlen

Der HSC 2000 Coburg II hat eine gute Vorbereitungszeit hinter sich, in der die Mannschaft bereits zu einer festen Geschlossenhei wurde.
Deshalb sollte es keine Premierenängste geben, wenngleich Trainer Baucke nicht alle Spieler aus seinem Kader zur Verfügung stehen. Vor allem das Fehlen von Andreas Wolf ist für den Coach wenig erfreulich, denn er wird einige Spiele auf seinen Scharfschützen verzichten müssen.
Zudem ist neben TW Tim Titze noch Florian Klihm und Neuzugang Patryk Foluszny (TW) nicht einsetzbar. Die Chance für Jugend-TW Fabian Apfel, neben seinen Mitspieler Christian Fleischauer Einsatzzeiten zu bekommen, ist groß.
Mit dabei ist Lukas Wucherpfennig, der Kaderspieler der 1. Mannschaft, der gegenüber Philipp Barsties ohne Sperrklausel zwischen beiden Mannschaften hin- und her wechseln kann.
Ralf Baucke steht beim TV Kirchzell eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung, der man unbedingt zugestehen muss, dass sie nicht ohne etwas Zählbarem aus der Parsival-Halle in Amorbach die Rückreise antreten wird.


Kirchzell war kein Spitzenteam

Dass die Gastgeber in der Vorsaison fast bis zum Abschluss um den Klassenverbleib zittern mussten, der erst am vorletzten Spieltag mit dem Sieg gegen Auerbach gesichert wurde, daran dürfen sich die HSC-Spieler nicht richten.
Sechs "Neue" haben die Kirchzeller in dieser Saison dabei undsie erden sicherlich gleich von Beginn an versuchen, es diesmal besser zu machen. Letztlich ist ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten, in dem die Coburger nach der durchaus überzeugenden Leistung in den Vorbereitungsspielen das bessere Ende für sich haben sollten.