Bei der im Frühjahr geplanten Hauptversammlung der Gesangvereine Meeder und Drossenhausen waren Ehrungen vorgesehen. Wegen der Corona-Krise wurden diese verschoben und fanden nun im Gasthaus Höllein unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt. Geehrt wurden für 60 Jahre aktives Singen im Chor Dieter Höllein und Gerhard Motschmann und für 40 Jahre Ottmar Schad. Heidi Sollmann, Lilian Korndörfer, Ilona Höllein, Anneliese Maurer, Gudrun Rauscher, Reina Ehrmann, Petra Ehrsam, Hanni Bauersachs, Christine Lieb, Susanne Licht und Monika Preiß sind seit zehn Jahren dabei.

Vom Gesangverein Drossenhausen begrüßte der Vorsitzende Heinz Heilingloh die Sängerinnen und Sänger samt Chorleiter Hartmut Korndörfer und Bürgermeister Bernd Höfer. Leopold Schindler, Vorsitzender der Sängergruppe "Sennigshöhe", ließ sich entschuldigen. Die Chöre nannte der Vorsitzende einen wichtigen Kulturträger in der Gemeinde Meeder. Im vergangenen Jahr seien 25 Singstunden abgehalten worden und es habe vier Auftritte gegeben. Zum Geburtstag aller Chormitglieder wurden Ständchen gesungen. Darüber hinaus war beim Aufstellen des Maibaums der Chor vertreten und eine schöne Weihnachtsfeier rundete das vergangene Jahr ab. Bis zum März fanden sieben Singproben statt, dann kam die große Lockdown-Pause. Deswegen freuten sich die Mitglieder bei der Hauptversammlung über die erste Zusammenkunft.

Die Niederschrift 2019 verlas Hartmut Sollmann. Den Kassenbericht für Drossenhausen trug Wolfgang Ehrsam vor und Horst Theil den für Meeder. Die Prüfer Petra Ehrsam, Susanne Licht, Winfried Sollmann und Wolfgang Pratsch bescheinigten eine ordentliche Buchführung. Jeder Verein wird eigenständig geführt, gesungen wird gemeinsam. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

"Eigentlich hätte das Sängerjahr am Tag der Versammlung wieder begonnen", sagte Chorleiter Hartmut Korndörfer. "Aber das gemeinsame Singen wäre äußerst schwierig und in der jetzigen Situation nahezu unmöglich. Wann wieder gesungen werden kann, bleibt weiterhin offen. Eine solche Situation gab es seit Bestehen der Chöre noch nie."

Der Gesangverein Meeder wurde 1857 gegründet und der von Drossenhausen 1922. Der Vorstand des Gesangvereins Meeder, Ottmar Schad, sagte, der Gemeinschaftschor habe 19 Sängerinnen und Sänger. Leider habe es drei Abmeldungen gegeben. Auftritte hätten in diesem Jahr keine stattgefunden.

Seit März 2010 verstärken und bereichern den Chor Damen, denen mit einer Urkunde und einem Präsent gedankt wurde. Neuwahlen werde es im kommenden Jahr geben, kündigte Schad an. An die "gute alte Zeit" erinnerte Bürgermeister Bernd Höfer anhand eines Bildes, das in der Gaststube hängt. Es müsse weitergehen irgendwann, sagte Höfer und bat darum zusammenzuhalten und weiter nach vorn zu schauen.

In Vertretung von Leopold Schindler übernahmen Heinz Heilingloh und Horst Theil, stellvertretender Vorsitzender des Liederkranzes Meeder, die Ehrungen langjähriger Sänger. Ausführliche Laudationes über Höllein, Motschmann und Schad informierten über deren gesanglichen Werdegang. Sie erhielten je eine Urkunde vom Deutschen Chorverband, vom Fränkischen Sängerbund und vom Sängerkreis Coburg - Kronach - Lichtenfels sowie goldene Ehrennadeln und Präsente vom Verein. Gerhard Motschmann übernahm den Sängerkranz Meeder als Chorleiter 1967, bereits vorher war er Dirigent in Mährenhausen-Sülzfeld. Er sagte, er komme gerne regelmäßig zu den Singproben nach Drossenhausen. Sein Nachfolger wurde 2009 Hartmut Korndörfer. Seit 1980 ist Ottmar Schad Mitglied im Sängerkranz Meeder und singt im 2. Bass. Zum Vorsitzenden wurde er 2007 gewählt und hat das Ehrenamt bis heute inne. Er fungiert auch als Organisator beider Vereine. "Singen macht Spaß", war seine Ansage.

Nachdem Rektor Hartmut Korndörfer die Leitung der Chöre übernommen hatte, öffnete sich dieser für Frauen, so dass die beiden Männerchöre nun als gemischter Chor singen. Elf Frauen gehörten der Singgemeinschaft an. kagü