Ins Dojo (das heißt Übungsraum) von Herbert Wagners Aikido-Schule hatte das Ferienprogramm des Landkreises zu einem Schnupperkurs eingeladen. Angesprochen waren Kinder und Jugendliche ab acht Jahren. Keine ganz leichte Aufgabe für die beiden Aikido-Lehrer Alois Neuhöfer und Silke Dorsch. Neu waren für die Schüler nicht nur die Bewegungsabläufe und Fachbegriffe dieser defensiven japanischen Kampfkunst, sondern für manche auch der respektvolle Umgang miteinander.

So musste Trainer Neuhöfer schon mal deutlich eine gewisse Spielregel erklären: "Aikido ist kein Spiel! Man kann sich auch verletzen!" und: "Klopfen auf den Boden heißt: Aufhören - es tut mir weh!"

Mit Atem- und Lockerungsübungen wärmten die Trainer Alois und Silke die bunt gemischte Gruppe auf. Dehnen, strecken, hüpfen, springen und seitwärts krabbeln. Der Spaßfaktor war groß, das Interesse der Kinder auch.

Es machte ihnen sichtlich Freude, neue Bewegungsmuster einzustudieren, ihren Körper einmal anders zu beanspruchen. Kampfkunst ohne Gewalt, vielmehr mit Wurf- und Haltetechniken einen möglichen Angreifer abzuwehren - das entspricht der friedlichen Haltung des Aikido.

Auch wenn nach dem eineinhalbstündigen Training der ein oder andere Kursteilnehmer einen Anflug von Muskelkater verspürte, war es ins Bewusstsein der Kinder gedrungen, dass es hier nicht auf die Kraft ankommt, sondern Wille und Technik entscheidend sind. Nur so kann man es einem Gegner unmöglich  machen, seinen Angriff fortzusetzen.

Weitere Einblicke

Weitere Informationen zum Aikido oder die Möglichkeit zum unverbindlichen Schnuppern gibt es beim Aikido-Familientraining e.V. oder direkt beim Training an Dienstagen (19 Uhr) sowie freitags, 17.30 und 19.15 Uhr, in Pferdsfeld, Hausnummer 14.

Mitzubringen ist lediglich bequeme Sportkleidung.