von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Heßdorf — Zum Jahresende musste sich der Gemeinderat wieder mit Zuschussanträgen von Institutionen und Organisationen beschäftigen.
Die Montessori-Pädagogik Erlangen beantragte einen Zuschuss für auswärtige Schüler. Ausgehend von den zwischenzeitlich eingerichteten Ganztagsgruppen wurde ein Zuschuss von 250 Euro beantragt. Im Vorjahr wurde im Gemeinderat entschieden, dass auf die Dauer von drei Jahren ein jährlicher freiwilliger Zuschuss in Höhe von 100 Euro pro Kind gewährt wird.
Den Beschlussvorschlag, dass eine Änderung des letztjährigen Beschlusses nicht veranlasst werden soll, kritisierte Roland Sekatzek (SPD) und beantragte eine Erhöhung auf 200 Euro pro Kind und Jahr. "Kinder sind teuer und die Einrichtung der Ganztagsgruppen bedeutet auch einen erheblich höheren finanziellen Aufwand", begründete der SPD-Gemeinderat seinen Antrag. Nach einer kurzen Diskussion ließ der Bürgermeister abstimmen. Für den Antrag von Sekatzek stimmte nur der Antragsteller selbst, damit bleibt es bei einem Zuschuss von 100 Euro pro Kind.
Mit dem Zuschuss an das Liebfrauenhaus Herzogenaurach soll die Jugendsozialarbeit an der Schule (JaS), die das Jugendhilfezentrum "Der Puckenhof" an der privaten Grund- und Hauptschule durchführt, finanziert werden. Die Förderung sieht vor, dass sich Landkreis und Gemeinden den Teil der Kosten teilen, der nach dem Zuschuss des Freistaates (8180 Euro) noch verbleibt. Im Fall des Liebfrauenhauses sind dies pro Jahr 11 250 Euro für den Landkreis und die betroffenen Gemeinden. Aus Heßdorf besuchen 18 Schüler die Mittelschule, damit errechnet sich für Heßdorf ein Anteil von 854 Euro. Das Gremium nahm Kenntnis vom Kostenanteil und stimmte diesem zu.