Die Kraft des Heiligen Geistes empfingen 32 Jugendliche am Donnerstag während ihrer Firmung in der Pfarrkirche Sankt Martin. Fünf junge Christen kamen aus der Pfarrei Arnstein, elf Firmlinge aus der Pfarrei Modschiedel und 16 weitere Kandidaten von der Pfarrei Weismain.
Zuerst stand ein feierlicher Einzug mit Fahnenabordnung, Ministranten, Erzbischof und weiteren Geistlichen zur Pfarrkirche statt. Dort begrüßten junge Firmkandidaten aus den drei Pfarreien den hohen Würdenträger aus der Domstadt und äußerten ihren Stolz über dessen Anwesenheit. Auch Pastoralreferentin Birgit Janson bezeichnete es als Freude und große Ehre, dass nach drei Jahren der Erzbischof wieder zur Firmspende nach Weismain kam. Sie betonte, dass in der langen Zeit der Vorbereitung ein neuer Bezug zu Gott bei den 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen entstanden sei. Das Motto des Firmkurs lautete "Gott nahe zu sein, ist mein Glück, Gottes Geist schenkt Beziehung".
Als Zeichen dafür, wie wichtig das Ereignis für die jungen Christen ist, wertete Ludwig Schick während der Eröffnung die große Zahl von Begleitern. Paten, Eltern und Großeltern, die für eine voll besetzte Martinskirche sorgten. Sie dokumentierten einen "Tag, den ihr nie vergessen werdet, der euch euer ganzes Leben lang prägt".
Der Erzbischof, der die feierliche Pontifikalmesse mit Stadtpfarrer Gerhard Möckel, Pater Bonifaz, Pater Rufus und Pfarrer Georg zelebrierte, hielt seine Ansprache nicht von der Kanzel, sondern stellte sich vor die Firmkandidaten. So zeigte er die unmittelbare Nähe zu den jungen Menschen. "Das Firmsakrament soll für das ganze Leben Sinn und Richtung geben, dazu schenkt der Heilige Geist positive Energie", versicherte Schick. "Jeder von euch ist ein Wunschkind Gottes, gewollt mit Fähigkeiten und Talenten. Damit sich dies im Leben auswirken kann, verleiht der Heilige Geist die sieben Gaben", betonte er weiter.
Mit geweihtem Chrisam-Öl zeichnete der Erzbischof ein Kreuz auf die Stirn jedes Firmlings mit den Worten "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist".
In den Kyrie-Rufen flehen die Firmlinge um einen guten Geist, der immer wieder Begeisterung für den Glauben weckt. Musikalisch bereicherten Udo Dauer an der Orgel und die Sopranistin Evi Kral mit einfühlsamen Beiträgen den Gottesdienst. Bürgermeister Dauer richtete ein Grußwort an Schick und dankte für die Firmspendung. Er brachte auch seinen Dank zum Ausdruck für die finanzielle Unterstützung vom Domberg bei den baulichen Vorhaben im Stadtbereich. Ein herzlicher Dank galt auch Pastoralreferentin Birgit Janson und Pfarrer Gerhard Möckel für die Vorbereitung beim Firmkurs. Gelegenheit zum Gedankenaustausch bot der Stehempfang im Kastenhof. Erich Lutter