Die diesjährige Wallfahrt des Dekanates Coburg führte nach Neustadt. Sie stand unter dem Motto "Unterwegs als Kinder Abrahams".
An die Spitze der Fußwallfahrt setzte sich Dekan Roland Huth. Um 6 Uhr früh machten sich mit ihm elf unentwegte Wallfahrer von Fechheim aus auf den Weg nach Neustadt. Startpunkt war an der Michaelskirche. Nach einem Lied "Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn" wurde in flotten Schritten hinauf zur Fechheimer/Horber Höhe gewandert. Zwischendurch bot sich ein Blick auf die erwachende Ortschaft Plesten sowie auf die neuen rot beleuchteten Windkrafträder auf dem Kraiberg.
Auf dem Weg in Richtung Horb zeigten sich im Osten die immer heller werdenden Lichter der Stadt Sonneberg sowie die des oberhalb gelegenen Stadtteils Neufang. Links davon war der Muppberg zu sehen. Er machte aus diesem Blickwinkel seinem Beinamen "Tafelberg" alle Ehre. Es war schon eine besondere Stimmung in der Morgendämmerung, die die Wallfahrer erfasste.
Vor Horb führte ein Flurweg in Richtung Birkig. Es war inzwischen schon ziemlich hell geworden. In der Senke ging die Wandererschar auf einem Weg durch die offene Landschaft vorbei an einem Aussiedlerhof. Kurz danach wurde an dem Rastplatz, am Einstieg zur Birkiger Heide gelegen, innegehalten und gemeinsam ein Text von Huub Oosterhuis gelesen: "Wisch weg die Spuren der Nacht. Verjag den Tod aus mir. Mach mich heller als der heraufgekommene Tag."
Nach einer Stärkung aus dem Rucksack wurde die Wallfahrt fortgesetzt. Nun ging es erst durch die Birkiger und dann durch die Neustadter Heide. An den "Drei Eichen" war dann eine weitere Station, an der gebetet und gesungen wurde. Trotz des trüben Wetters bot sich ein schöner Blick zum Muppberg und zur Stadt mit der alles überragenden Stadtkirche St. Georg.
Über den "Heubischer Kreisel", die alte Heubischer Straße und den Bergmühlenweg ging es anschließend in den Muppberg hinein. Nach knapp drei Stunden erreichten die Wallfahrer den Schützenplatz, glücklich auch darüber, dass entgegen der äußerst schlechten Wetterprognosen während der Fußwallfahrt keine Regentropfen gefallen waren.
Helfer der katholischen Pfarrgemeinde St. Ottilia hatten Kaffee und Gebäckstücke aufgedeckt. Dieses Angebot wurde von den Wallfahrern natürlich gerne und dankbar angenommen. Am Musikpavillon der Thüringisch-fränkischen Begegnungsstätte warteten schon weitere Gläubige aus dem Dekanat Coburg. Gemeinsam ging es anschließend in die katholische Pfarrkirche St. Ottilia, in die evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Georg und in die Moschee, bevor um 11 Uhr in der katholischen Kirche "Verklärung Christi" ein Wallfahrtsgottesdienst stattfand, den leitender Pfarrer Peter Fischer zelebrierte. Ein gemeinsames Mittagessen im katholischen Pfarrzentrum bildete den Abschluss der Dekanatswallfahrt. sey