Mit einem positiven Ergebnis schloss die Raiffeisen-Volksbank das Jahr 2015 ab. Der Jahresüberschuss betrug 601 643 Euro. Nach Vorwegzuweisung in Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 324 987 Euro. Bei der Vertreterversammlung in der Peter-J.-Moll-Halle freuten sich am Mittwoch die Mitglieder über einen Dividende von drei Prozent.
Die Freude über ein positives Jahresergebnis mischten sich aber auch ernste Töne. Vorstandsvorsitzender Randolf Menna beobachtet sorgenvoll die Niedrigzinsphase. "Die Zinsspanne, unsere wichtigste Ertragssäule, schmilzt langsam dahin", sagte er. Dies habe bereits und werde in Zukunft sehr starke Auswirkungen auf die Ertragslage haben.


6415 Mitglieder

Vorstandsmitglied Michael Lieb erläuterte das Zahlenwerk. Die Bilanzsumme habe sich von 1,3 Prozent auf 250, 6 Millionen Euro erhöht. Die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite verzeichnete einen Zuwachs von 4,4 Prozent auf 427 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2015 gehörten 6415 Mitglieder mit 25 259 Geschäftsanteilen der Bank an. 233 neue Mitglieder kamen dazu, 94 schieden durch Tod aus. Auch im Kreditgeschäfte konnte ein Zuwachs von 1,2 Prozent auf 101 Millionen Euro verzeichnet werden. 579 Kredite wurden neu zugesagt, die wesentlich für Sanieren, Renovieren und Modernisieren benötigt werden. Das Einlagengeschäft, obwohl die niedrigen Zinsen immer weniger Anreiz böten, nahm um 3,2 Prozent auf 199,9 Millionen Euro zu. Der Warenumsatz lag mit 3,8 Millionen Euro um 5,6 Prozent über dem Vorjahresumsatz. Der Zinsüberschuss reduzierte sich um 250 000 Euro oder um 4,8 Prozent.
"Neben guten Bilanz- und Ertragszahlen ist uns auch soziales Engagement wichtig", betonte Michael Lieb. In jedem Jahr stelle die Bank den gemeinnützigen Organisationen in ihrem Geschäftsgebiet erhebliche Beiträge, zum Beispiel zur Förderung der Jugend- und Kulturarbeit, zur Verfügung. Das konnte Bürgermeister Jürgen Kohmann in seinen Grußworten bestätigen. Er erinnerte auch an die soziale Verantwortung, die das Staffelsteiner Unternehmen in besonderer Weise übernehme.
Aufsichtsratsvorsitzender Bruno Krick zeigte sich mit dem Jahresabschluss 2015 einverstanden. Auch die Gewinnverwendung wurde geprüft, und er bat die Versammlung um Zustimmung. Die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses zeige ein zufriedenstellendes Ergebnis. Aus dem Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes Bayern verlas Krick eine kritische Schlussbemerkung: "Auf der Grundlage der Eckwertplanung geht sie künftig von einer deutlichen Verschlechterung der Ertragslage aus. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir die künftige Ertragslage als noch ausreichend."
Erwin Richter aus Bad Staffelstein und Dietmar Zwillich aus Horsdorf schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus und wurden wiedergewählt. Alle vier Jahre finden Wahlen zur Vertreterversammlung statt. Zwei Mitglieder des Wahlausschusses, Walther Albiez aus Breitengüßbach und Fritz Böhmer aus Kleukheim, schieden aus persönlichen Gründen aus. Zur Nachwahl wurden Roland Ebitsch aus Zapfendorf und Bruno Schaad aus Kleukheim gewählt. Georg Würstlein aus Unterzettlitz wurde für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.