Im dritten Anlauf dieser Spielzeit haben die Regionalliga-Basketballerinnen des SC Kemmern den ersten Sieg an der Isar errungen. Kapitänin Franziska Hager und ihre Teamkolleginnen setzten sich mit 80:65 (40:35) beim MTV 1879 München, einem von drei Vertretern aus der bayerischen Landeshauptstadt, durch und glichen damit ihre Bilanz wieder aus. Vor der letzten Begegnung des Jahres am Sonntag gegen Dresden rangieren die SCK-Damen mit fünf Siegen und fünf Niederlagen auf dem siebten Tabellenplatz.
Während der Truppe des Trainergespanns Jessica Miller und Kathrin Gut in den vorangegangenen Partien angesichts fehlender oder angeschlagener Spielerinnen jeweils zum Ende hin die nötigen Reserven gefehlt hatten, zeigte sie im Münchner Stadtteil Sendling von der ersten bis zur letzten Minute eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Weder ließ sie sich, was gegen Leipzig noch ein ausschlaggebender Faktor war, von der Umstellung des Gegners auf eine Zonenverteidigung aus dem Konzept bringen, noch schützten die jungen Oberfränkinnen zu irgendeinem Zeitpunkt Müdigkeit vor.
Defensiv engten sie die Kreise der Münchnerinnen um 1,98-m-Centerin Anastasia Riabchenko ein, offensiv attackierten sie konsequent und fanden dabei über weite Strecken die richtige Mischung aus Wurf von außen und Anspiel nach innen. Dort war allen voran Topscorerin Magdalena Landwehr von den Gastgeberinnen häufig nur per Foul zu stoppen.
Letztlich führte die homogene Leistung der SCK-Korbjägerinnen nicht nur dazu, dass sich alle neun Akteurinnen mit mindestens vier Zählern in die Punkteliste eintrugen, sondern war nach einem über drei Viertel (15:17, 35:40, 54:59) nahezu ausgeglichenen Aufeinandertreffen auch der Grund dafür, dass die Gäste sich im Schlussabschnitt entscheidend absetzen konnten. sh
SC Kemmern: Landwehr (26), Furman (13), Förner (9), Hesselbarth (7), Hager (6), Leykam (6), Redeker (5), Hering (4), Siebert (4)