Als erster gemeinsamer sowie erster Doktorand am Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof (iisys) hat Thomas Schedel erfolgreich seine kooperative Promotion "Spatio-Temporal Parsing in Spatial Hypermedia" mit der Aalborg University abgeschlossen. Thomas Schedel absolvierte den Masterstudiengang Software Engineering for Industrial Applications an der Hochschule Hof und ist seit Anfang 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am iisys, zunächst in der Forschungsgruppe von Prof. Richard Göbel, später in der Forschungsgruppe "Visual Analytics" von Doktorvater Prof. Claus Atzenbeck.
Neben Prof. Claus Atzenbeck wurde die in englischer Sprache verfasste Arbeit von Assoc. Prof. Henrik Legind Larsen, PhD von der Aalborg University betreut. Mitglieder der Promotionskommission für die Verteidigung der Dissertation waren Assoc. Prof. Simonas Šaltenis, PhD von der Aalborg University, Assoc. Prof. Niels Olof Bouvin, PhD von der Aarhus University und Assoc. Prof. Manolis Tzagarakis, PhD von der University of Patras in Griechenland.
Was sich hinter dem Thema "Spatio-Temporal Parsing" verbirgt, erklärt Thomas Schedel so: "Für den Menschen wahrnehmbare, räumliche Informationsstrukturen sind formal schwer fassbar. Daher stellt uns die automatische Erkennung solch impliziter Strukturen durch eine Maschine (einen sogenannten Spatial Parser) vor große Herausforderungen. Mit unserer Forschung konnten wir zeigen, dass die Berücksichtigung temporaler Aspekte bei der Erkennung verdeckter Informationsstrukturen zu einer signifikanten Präzisionssteigerung, der Erkennung reichhaltigerer Informationsstrukturen und somit zu einer höheren Leistungsfähigkeit von Spatial Parsern führt."


Beispiel mit Post-its

Zur Verdeutlichung: Stellt man sich zahlreiche Post-its mit unterschiedlichen Inhalten vor, die man in einem Zimmer an den Wänden, auf dem Boden, an Schränken oder auf dem Schreibtisch verteilt hat. Möchte man diese nun immer wieder neuen Kategorien oder Kriterien zuordnen, ist dies ziemlich aufwendig. Möchte man parallel auch noch die zeitliche Beziehung der Inhalte darstellen, wird es nicht nur aufwendig und schwierig, sondern eigentlich unmöglich. Und genau da bringt ein Spatial Parser die Lösung. Das PhD-Programm war auf drei Jahre angelegt und erforderte zahlreiche Aufenthalte und Präsenzzeiten an der Universität in Aalborg. red