von unserem Mitarbeiter  Ralf Naumann

Haßfurt — Mit einem "Heim-Doppelpack" gegen zwei Bayernligisten beginnt für die "Hawks" des ESC Haßfurt die "heiße Phase" der Vorbereitung auf die neue Eishockey-Landesligasaison. Während am Freitag (19.30 Uhr) der EHC 80 Nürnberg seine Visitenkarte in der Kreisstadt abgibt, gastiert am Sonntag (18.30 Uhr) der Höchstader EC im Stadion am großen Anger.
"Mal schauen, was nach nur drei Trainingseinheiten möglich ist", sagt Lubos Thür und gibt kein spezielles Ziel für die ersten beiden Auftritte auf Eis nach der langen Sommerpause aus. Der neue ESC-Trainer hofft in erster Linie darauf, "dass alle Gas geben und die Vorbereitung ernst nehmen, wenn es gegen Bayernligisten geht."
Zwei Partien haben die ebenso wie Haßfurt sportlich aus der Bayernliga abgestiegenen Nürnberger, die den Klassenerhalt letztlich aber schafften, da der EHC Mitterteich seine Mannschaft zurückzog, bereits bestritten. Gegen den Oberligisten EV Füssen gab es dabei zwei Mal rein gar nichts zu erben: Während die Mannschaft von Trainer Tobias Güttler bei den "Leopards" mit 1:8 verlor, gab es im Rückspiel eine 0:8-Klatsche.
Natürlich gehen die Mittelfranken in Haßfurt dennoch als Favorit in die Begegnung. Allerdings zogen sich die "Hawks" in den bisherigen Vergleichen mit dem EHC Nürnberg meist ordentlich aus der Affäre. In der Vorbereitung vor einem Jahr gelang ihnen nach einer 3:8-Niederlage in Nürnberg vor heimischen Fans die Revanche, und sie siegten mit 4:2. In der Punkterunde landeten die Haßfurter beim 3:2-Sieg in der Nebenhalle der Arena sogar den einzigen Auswärtssieg der Saison.
Und auch die Bilanz gegen Höchstadt ist nicht ganz schlecht, schließlich verließen die "Alligators" Ende Januar die Haßfurter Eishalle nach einer 3:4-Penaltyniederlage lediglich mit einem Punkt im Gepäck. Damit war die überdeutliche 2:10-Klatsche der "Hawks" im ersten Aufeinandertreffen wenigstens halbwegs ausgebügelt. Die Derbyniederlage änderte aber freilich nichts daran, dass die Höchstadter als Tabellensiebter in die Aufstiegsrunde einzogen und sich dort nur dem ECDC Memmingen beugen mussten.

"Alligators" gut verstärkt

Spielertrainer Daniel Jun und seine Teamkollegen, darunter auch der letztjährige Haßfurter Patrik Dzemla, gehen wieder einmal als haushohe Favoriten in die Begegnung. Neuzugänge in Höchstadt sind unter anderem der letztjährige Oberligaspieler Alex Funk (Schweinfurt "Mighty Dogs") sowie Jiri Ryzuk und Ales Kreuzer (beide EHC Mitterteich). Ziel ist wieder ein Spitzenplatz in der Bayernliga.
David Franek, der seinen deutschen Pass wohl rechtzeitig bis zum Saisonstart am 10. Oktober erhält, steht aufgrund einer privaten Verpflichtung ebenso wie Frederic Rambacher (Fortbildung) nicht zur Verfügung. Für Franek nimmt dessen Landsmann David Mlatecek (23) aus Pardubice die Ausländerposition ein. "Er möchte sich bei uns vorstellen und soll zunächst einfach getestet werden", sagt der für die Erste Mannschaft zuständige Andreas Kurz über den jungen Mittelstürmer, der zuletzt in der 4. tschechischen Liga (vergleichbar mit der deutschen Bayernliga) aktiv war. Ob der unter der Woche ebenfalls in Haßfurt zum Probetraining weilende Bayreuther Adrian Thiem zum Einsatz kommt, soll sich kurzfristig entscheiden. "Der würde uns noch gut tun", so das erste Fazit Lubos Thür zum 21-Jährigen, der den Sprung in die Oberligamannschaft der "Tigers" noch nicht ganz geschafft hat und Spielpraxis sammeln will.
Derweil testen die "Hawks" letztmals am Sonntag, 5. Oktober (18.30 Uhr). Gegner sind dann die "Eisbären" des ESV Würzburg aus der Bezirksliga. ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Platten, Korb - Schorr, Rambacher (?), Ziegler, Pfeiffer, Mauder, Stahl, Max Hildenbrand, Marx - Trost, Nold, Kohn, Elbl, Dietrich, Bates, Zösch, Eller, Wildenauer, Schepel, Mlatecek