und Klaus-Peter Gäbelein Fast drei Jahre dauert die Sanierung des Seelhauses am Kirchenplatz schon an. Jetzt, endlich, ist sie fertig - zumindest fast. Schon vor dem offiziellen Ende der Arbeiten haben aber interessierte Bürger bereits die Möglichkeit, einen Blick ins Innere zu werfen. Zum Tag des Denkmals am morgigen Sonntag unternimmt der Heimatverein eine Führung durch die Vergangenheit, und besucht dabei auch das Seelhaus.

Das kleine Fachwerkhaus mit Wurzeln aus dem 15. Jahrhundert ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Die Sanierung hat sich über eine lange Zeit hingezogen, aber schon auch deswegen, weil man zu Beginn auf historisch wichtige Funde gestoßen ist. Mauerstücke der einstigen Kirchenburg sind aufgetaucht, und auch zahlreiche Scherben, die darauf deuteten, dass das Gebäude auch vor vielen Jahrhunderten schon bewohnt war. So gehörten die ersten Monate der Sanierung zunächst den Archäologen.

Jetzt ist das Häuslein behutsam restauriert worden. Entstanden sind zwei voneinander abgegrenzte Wohnungen. Denn das Haus woll wieder dem Wohnzweck dienen, die Stadt will das Gebäude an private Interessenten vermieten.

Nachhaltigkeit

Der Tag des Denkmals steht jährlich unter einem anderen Thema, für 2020 lautet es "Nachhaltigkeit". Darunter versteht man, dass etwas "länger andauern oder bleiben soll". Konkretes Beispiel aus der Forstwirtschaft: "Es soll nicht mehr Holz verbraucht werden, als jeweils nachwachsen oder sich regenerieren kann". Nach diesem Prinzip wurden in Herzogenaurach ältere Gebäude von Privatpersonen und von der Stadt restauriert und saniert.

Passend zum Thema Nachhaltigkeit wird nun eine Führung durch das Seelhaus am Kirchenplatz angeboten. Das markante Gebäude an der Ecke zwischen Kirchenplatz und Engelgasse ist wieder im Besitz der Stadt gelandet, da sich kein Interessent, sprich Käufer, gefunden hatte, der die aufwändige Sanierung finanziell hätte tragen können.