Eigentlich habe er die Grundsanierung der Lehrerwohnungen empfehlen wollen, aber jetzt müsse man erst einmal die neuen Förderrichtlinien für den Sanierungsstandard 85 abwarten, sagte Architekt Jürgen Bornkessel in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ramsthal. Auf die Frage, was denn am wichtigsten wäre, schlug er die Dämmung vor, und zwar von Fassade und Dach. Und wenn das Gerüst dann schon einmal steht, sollte man über eine Fotovoltaikanlage nachdenken. Es gelte, den Energieverbrauch möglichst niedrig und den Anteil regenerativer Energien am Gesamtverbrauch möglichst hoch zu gestalten.

Themen waren auch Heizung und Warmwasser, aber es mache keinen Sinn mit dem Einbau einer Pelletheizung zu beginnen, erklärte der Architekt. Denn nach der Dämmung sei sie überdimensioniert.

Einige Gemeinderäte gaben zu bedenken, dass man die Einsparungen bei den Energiekosten den Kosten für die Sanierung gegenüberstellen müsse. Man müsste immerhin rund 290.000 und mit neuen Fenstern gar rund 415.000 Euro investieren. Auch Roland Herterich zweifelte an der Energiekosten-Rechnung, denn man wisse ja überhaupt nicht, wie sich die Preise für Öl, Gas und Strom entwickelten. Und es könne mit Sicherheit nur ein Teil der Sanierungskosten auf die Miete umgelegt werden.

Hebesätze bleiben gleich

Kämmerin Brigitte Amberg stellte in der Sitzung auch den Haushalt 2022 vor. Danach beläuft sich der Verwaltungshaushalt auf 2,43 und der Vermögenshaushalt auf 1,54 Millionen Euro, Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen und auch die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Noch in diesem Jahr werde eine Neukalkulation der Gebühren erfolgen. Aktuell betragen die Gebührensätze Wasserversorgung 1,56 und die Schmutzwassergebühr 1,44 Euro/Kubikmeter. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt bezifferte Amberg für dieses Jahr auf 53.700 Euro.

Im laufenden Jahr sei festgestellt worden, dass die Zahl der Kinder, die nicht in gemeindlichen Einrichtungen betreut werden, weiter angestiegen ist, hieß es in der Sitzung. So besuchten aktuell 17 den Waldkindergarten Ramsthal, sieben den Kindergarten Sulzthal und ein Kind das Kissori-Lernzentrum in Bad Kissingen. 28 Schüler besuchten den Schulstandort in Euerdorf, zwei Schüler gehen nach Langendorf und zwölf nach Hammelburg.