Einen Jahresrückblick hat Petra Thümmler-Yalico vom Projekt "Beit Shalom - Hilfe für Frauen im peruanischen Urwald" in Dia-Vorträgen den Freunden und Förderern des Freundeskreises gegeben. Aber sie fühlt sich gedrängt, über einen erschütternden Fall zu berichten.
Anita, eine Frau aus dem Urwaldort Germinia, kam in das 70 Kilometer entfernte San Luis zu "Beit Shalom", zu Juan Yalico. Sie bat um Hilfe für ihre Nachbarin Rosa, eine 31-jährige Frau mit psychischen Problemen. Rosa wird laut Bericht in einer armseligen Hütte von ihren Eltern seit Jahren eingesperrt und bekommt kaum zu essen. 2011 war sie vergewaltigt worden. Sie Wurde schwanger und bekam ein Kind, das ihr nach einer Woche genommen wurde. Zwei DNA-Tests blieben ergebnislos. Ein dritter Test fand nicht statt.
Der Stiefvater wurde offiziell als nicht verdächtig eingestuft. Juans Recherchen ergaben, dass Rosa nach Einsetzen einer Spirale an einer chronischen Entzündung leidet. In der Folge verlor sie die Kontrolle über ihre Körperfunktionen. Deshalb schlug ihr ihre eigene Mutter mit einem Stock über beide Hände, die seitdem funktionsunfähig herabhängen. Inzwischen hat Juan das Kind in einem Waisenhaus gefunden.
Bei Anwälten, Notaren und Ämtern sucht Juan nun alle notwendigen Papiere zusammen. Rosa muss dringend eine Behandlung bekommen. Petra Thümmler-Yalico sagt: "Es ist nicht ausdenkbar, was aus Rosa geworden wäre, wenn Anita nicht zu Beit Shalom gekommen wäre. Wir beten jetzt alle intensiv für eine weitere positive Entwicklung." Spendenkonto für das Projekt "Beit Shalom", Petra Thümmler-Yalico, Sparkasse Forchheim IBAN DE15 7635 1040 0000 883363, BIC: BYLADEMIFOR red