Herzogenaurach — Schon im Hinspiel sprachen die Verantwortlichen der TS Herzogenaurach vom "letzten Aufgebot", das beim TSV Haunstetten II angetreten war und in der Frauenhandball-Bayernliga in letzter Sekunde durch einen Siebenmeter mit 17:18 unterlag. Doch auch in der Rückrunden-Partie am Sonntag (14.30 Uhr, Sporthalle des Gymnasiums) muss die TSH einige Ausfälle verkraften.

TS Herzogenaurach -
TSV Haunstetten II

Saskia Probst, die im Hinspiel sieben Tore erzielte, fehlt ebenso wie Christina Wölfel und Viktoria Egle. Gegenüber der 17:25-Niederlage beim Tabellenführer HSV Bergtheim steht Trainer Udo Hermannstädter zwar wieder Ulrike Antos zur Verfügung, dennoch hofft er auf Hilfe aus der zweiten Mannschaft. Haunstetten setzte im Hinspiel auf zwei Spielerinnen aus der Bundesligamannschaft und wusste die TSH durch die Härte im Spiel zu beeindrucken. Dennoch gelang es Herzogenaurach damals, die Begegnung durchgängig offen zu gestalten. Tabellarisch trennt beide Mannschaften nicht viel. Haunstetten liegt zwar als Siebter (16:18 Punkte) zwei Zähler vor der TSH (14:18), hat allerdings bereits ein Spiel mehr absolviert.
Ob sich erneut ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln kann, dürfte auch von der Leistung der Schiedsrichter abhängen. Im Hinspiel waren laut Hermannstädter zwei ausgezeichnete Unparteiische unterwegs. Nur mit der Siebenmeter-Entscheidung war er nicht zufrieden. Für ihn wurde Alexa Dodan von der angreifenden TSV-Spielerin gefoult. Dennoch wurde die Rumänin mit einer Zwei-Minuten-Strafe bedacht und zudem auf Strafwurf entschieden. "Diese Szene habe ich heute noch vor Augen und war wohl eine Folge dessen, dass direkt an unserem Tor die nachfolgend spielende Männermannschaft von Haunstetten stand und lautstark eben diese Entscheidung einforderte", sagt Hermannstädter. vs