Bamberg — "Es ist manchmal nicht zu begreifen, was gewisse Zeitgenossen dazu treibt, an öffentlichen Einrichtungen sinnlose Zerstörungswut walten zu lassen", schreibt Ulrike Siebenhaar, Leiterin der städtischen Pressestelle, in einer aktuellen Mitteilung. Nach dem historischen WC-Häuschen an der Promenade, das am 10. März wegen fortgesetztem Vandalismus geschlossen werden musste, ist nun seit Tagen die öffentliche Toilette im Erdgeschoss des Rathauses am Maxplatz Opfer purer Zerstörungswut.
Mit Butter und Kot verschmierte Böden und Wände, verstopfte Toiletten, zertrümmerte und abgerissene Papierspender usw. hinterlassen das städtische Immobilienmanagement fassungslos. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass die Toiletten derzeit beinahe durchgehend gesperrt sind, da immer, wenn der Schaden behoben wurde, wenig später erneut Verschmutzungen und Zerstörungen aufgetreten sind. Das städtische Immobilienmanagement hat nun Anzeige erstattet.
Die Anlage an der Promenade soll am 1. April wieder geöffnet werden und mit einer Aufsichtskraft besetzt sein, die 50 Cent, wie in den WC-Anlagen Maxplatz Tiefgarage, Untere Brücke TKS und Domberg, kassiert.

10 000 Euro Schaden

Unterdessen berichtet die Polizei, dass auch das Klinikum in der Buger Straße von Vandalen heimgesucht wurde. Eine unbekannte Person (laut Beschreibung mindestens 175 cm groß) habe dort am Dienstag zwischen 7 und 14.15 Uhr in den Besuchertoiletten vom 7. bis 11. Stock ihr Unwesen getrieben. Der Täter verkratzte mit einem unbekannten, sehr spitzen und scharfen Gegenstand großflächig Wände, Spiegel und sämtliche Einrichtungen. Zudem wurde in einer Toilette im 10. Stock eine große Menge Kakao verschüttet. Der hinterlassene Sachschaden wird auf bislang 10 000 Euro geschätzt. Zeugenhinweise zum Sachbeschädiger nimmt die Bamberger Polizei unter Telefon 0951/9129-210 entgegen. red