Die Reihe Erlebt & Erzählt" geht am Mittwoch, 12. Oktober, in der Stadtbibliothek weiter. Diesmal ist Johannes Deinlein zu Gast, der aus seiner Kindheit und Jugend im Regierungsflüchtlingslager Hammelburg 1945 bis 1960 erzählt. Beginn ist um 19 Uhr.
Hohannes Deinlein, Jahrgang 1939, ist aufgewachsen in Hammelburg und im Lager. Sein Großvater hatte seine Gastwirtschaft und Bäckerei 1906 ins Lager verlegt. 1945 zogen die Amerikaner im Lager ein. Die Bäckerei wurde in Beschlag genommen und bis 1948 von Internierten des Lagers zum Brotbacken genutzt.
Deinlein kann dazu viele interessante Geschichten erzählen, zum Beispiel über den Schmuggel von Brot oder wie es die Internierten geschafft haben, aus dem Lagertrott herauszukommen. Erinnerungen werden wach an die vielen Neuanfänge von Firmen, die von Vertriebenen gegründet wurden, die ab 1948 ins Lager kamen. 1957/58 wurden die Flüchtlinge abgesiedelt und damit verschwanden auch die meisten Betriebe wieder. Deinlein erzählt vom Miteinander, von der Versorgungslage und von den Veränderungen und der Erfordernis zur steten Anpassung, die er als junger Mensch erfahren hat.
Be dem monatlichen Erzählschoppen in der Stadtbibliothek werden Geschichten von früher erzählt, mit wechselnden Themen und Gästen. Ernst Stross moderiert die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. red