Der Freistaat Bayern hat am Freitag die Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung verschärft. Zeitgleich ist ein Krisenstab innerhalb der Stadtverwaltung zusammengetreten, um die Maßnahmen, die sich aus den Allgemeinverfügungen des Freistaats ergeben, für die Stadt Erlangen zu koordinieren und umzusetzen. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Ansteckungsgefahr, insbesondere für ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen, zu minimieren. Das teilt die Pressestelle der Stadt mit.

Neben den bekannten Maßnahmen wie Schul- und Kita-Schließungen, eingeschränktem Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Veranstaltungsabsagen unternimmt die Stadt Erlangen unter anderem folgendes: Der Parteiverkehr im Rathaus sowie den städtischen Dienstgebäuden wird bis auf weiteres einge-schränkt. Die Bürger werden gebeten, Erledigungen in den Ämtern auf dringende Angelegenheiten zu reduzieren. Ebenso schließt die Stadt ab Samstag, 14. März, bis auf weiteres Bäder und zahlreiche (Kultur-)Einrichtungen. Veranstaltungen, die die Stadt organisiert, sind grundsätzlich bis einschließlich Sonntag, 19. April, abgesagt.

Für weitere Fragen richtet die Stadt ein Bürgertelefon ein. Es ist am Samstag und Sonntag, 14./15. März, jeweils von 10 bis 14 Uhr (Rufnummer 09131/866866) erreichbar. Hier erfolgt aber keine medizinische Beratung. Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben und erkrankt ist, wendet sich bitte zunächst telefonisch an seinen Hausarzt oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117).

Einschränkungen beim VGN

Die Kommunalwahl am Sonntag findet statt. Das Rathaus bleibt allerdings an diesem Tag für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Übertragung der Wahlergebnisse auf Großleinwand im Ratssaal findet nicht statt. Im Internet sind die Ergebnisse der OB-Wahl wie geplant abrufbar (www.erlangen.de/wahlen). Ergebnisse zur Stadtratswahl werden ab Mittwoch, 18. März, erwartet.

Die Unternehmen des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) leiten Schritte zum Schutz der Fahrgäste und Busfahrer ein. So werden ab sofort der Ticketverkauf und die Fahrscheinkontrolle durch Fahrer ausgesetzt, ein Ein- und Ausstieg durch die Vordertür ist nicht möglich. Die Fahrt in den Bussen im VGN ist trotzdem grundsätzlich weiterhin nur mit einem gültigen Ticket erlaubt. Die Fahrgäste werden deshalb gebeten, ihre Tickets vor Antritt der Fahrt zu erwerben. red