Gegen das Vergessen heißt der Auftrag des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar. Erinnern ist eine Daueraufgabe für die Deutschen, heißt es in einer Pressemitteilung der Adelsdorfer SPD. Die heutigen Generationen trügen keine Schuld, sollten aber Verantwortung zeigen.

Es waren Deutsche, die das Sterben von Millionen Menschen verschuldet oder in Kauf genommen haben. Die unmenschliche Gewalt gegen Juden und andere dürfe nicht vergessen werden. Die Nazis haben sechs Millionen Juden und Hunderttausende Sinti und Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten, Andersdenkende, Behinderte und Kranke ermordet. Auch Adelsdorf hat Opfer der Naziherrschaft zu beklagen.

Unter Leitung des Vorsitzenden Norbert Lamm hielten Mitglieder der örtlichen SPD zum Gedenken an die Opfer am Adelsdorfer Mahnmal inne. Birgit Fleischer wies auf jüngste Studien hin, die einen zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und Europa aufzeigen. Gefördert werde das durch die Unkenntnis vieler Menschen über den Holocaust. Auch in unserer Region treten Menschen auf, die versuchen, mit Hetze, Verfälschung der Geschichte und falschen Aussagen Stimmung zu machen. "Wehret den Anfängen", ergänzte Andreas Degen. "Unmenschlichkeit darf sich nicht durch falsche Nachrichten oder Verrohung der Sprache in unsere Gesellschaft einschleichen", warnte auch Jörg Bubel.

Die Adelsdorfer SPDler sprachen sich für ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt in einem demokratischen Europa aus. Alle, aber insbesondere die Schulen, seien gefordert, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazizeit wachzuhalten und Toleranz sowie die Werte der Demokratie, des Friedens und der Freiheit zu vermitteln. red