Lauf — Lebenswege laufen nicht immer gerade. Aber auch über Umwege kann man sein Ziel erreichen. Das erfuhren die Mitglieder der Senioren-Union des Kreisverbandes Erlangen Höchstadt bei ihrem Besuch in der Laufer Mühle.
Stefan und Patrick, zwei Bewohner der Therapiestätte, erzählten den interessierten Zuhörern von ihren Schicksalsschlägen, die sie in die Suchtabhängigkeit abgleiten ließen. Voller Hoffnung und voller Stolz berichteten beide aber auch von dem steinigen, aber erfolgreichen Weg, den sie in der Therapie bereits zurückgelegt haben, und von ihren persönlichen Lebenszielen, die jetzt zum Greifen nahe vor ihnen liegen.
"Der Weg aus der Sucht ist kein Zuckerschlecken, aber wenn man sich auf den Weg gemacht hat, beginnt das suchtfreie Leben richtig Spaß zu machen", informierte Stefan, der gerade eine Ausbildung im Gartenhandwerk erfolgreich abgeschlossen und nun die Qualifizierung zum suchttherapeutischen Assistenten begonnen hat, die Besucher. Wieder auf eigenen Füßen stehen, einen geeigneten Arbeitsplatz finden und für sich selbst sorgen zu können, das sind die konkreten Schritte, die Stefan nun unternehmen will. Dabei wird er von den Therapeuten der Laufer Mühle unterstützt.
Über 300 Menschen erfahren mittlerweile Hilfe von den sozialen Betriebsstätten der Laufer Mühle, führte Ewald Münch, Ehrenvorsitzender des Freundeskreises der Sozialeinrichtung, vor den Gästen aus. Nach seinen Ausführungen konnte der Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Adelsdorf gleich drei Besucher als neue Mitglieder in den Freundeskreis aufnehmen.
Eine Geldspende für die Flüchtlingshilfe, die die Laufer Mühle aufgebaut hat, übergaben zum Abschluss Gitti und Chris Bangert aus Hemhofen, die auch den Informationsnachmittag in der Therapieeinrichtung organisiert hatten. red