Als Wettkampf der "eher gesellschaftlichen Art" stellt sich die Landesmeisterschaft im Silhouettenschießen des BBS (Bund Bayerischer Schützen) dar. Als offene Meisterschaft, ausgetragen auf der Schießanlage zu Kunigundenruh, versteht sie sich eher als "Vorübung" für die deutsche oder eine internationale Meisterschaft. Denn im Gegensatz zu den großen Vorbildern, bei denen Schussentfernungen von mehreren Hundert Metern zu bewältigen sind, begnügt man sich in Bayern mit Distanzen über 100 (Großkaliber) und 50 (Kleinkaliber) Metern.

Trotzdem kein leichtes Unterfangen. Die je zehn Metallsilhouetten in Form von Widder, Wildschwein, Truthahn und Huhn stehen ab der Feuerlinie in unterschiedlichen Entfernungen, und auf jedes Ziel darf nur ein Schuss abgegeben werden. Probeläufe gibt es nicht, lediglich ein "Spotter" (Beobachter) darf dem Schützen die Trefferlage ansagen. Dass diese Anforderungen hoch genug sind, zeigt die Trefferbilanz: Ein "Clean Match" (alle 40 Silhouetten umgeschossen) ist nur selten.

Natürlich war auch eine Delegation der 1306er-Schützen am Start, und dies wieder erfolgreich. Enrico Dill (Altersklasse) traf 30 Ziele mit dem Großkaliberrevolver und wurde bayerischer Meister. Mit der GK-Pistole Optik belegten Andreas Lengowski (Schützenklasse, 28 Treffer) und Eduard Klein (Altersklasse, 23 Treffer) erste Plätze. Klein sicherte sich zudem Gold in der Disziplin Selbstlader KK Optik. Uwe Schnitzer (Altersklasse, 34 Treffer) errang Gold mit dem Selbstladegewehr Optik. Frank Schneckenburger (Altersklasse) wurde Vizemeister in der Disziplin Selbstlader offen und Selbstlader KK Optik. Mike Kolk gewann mit der KK Pistole Optik und Viktor Klein (Schützenklasse, 37 Treffer) in Selbstlader KK Optik. red