Vor dem katholischen Hochfest Mariä Himmelfahrt, bei dem Kräuterbüschel gesegnet werden, hatte sich eine Kursgruppe aus Vierzehnheiligen zum Veitsberg aufgemacht, um Kräuter zu sammeln. Unter der Leitung von Gertrud Pechmann wurde die Schöpfung heimgeholt.
"Schon in vorchristlicher Zeit sammelten die Menschen im Sommer Pflanzen für die eigene Hausapotheke", sagte die Theologin aus Ebensfeld und erläuterte den theologischen Hintergrund dieses Brauchs. Mit ihren Büscheln aus Schafgarbe, Klee, Beifuß, Goldrute, Bluttropfen und Johanniskraut besuchten sie am Dienstag den Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika und ließen die Kräuterbüschel von Pater Heribert Arens weihen. Der Kurs war einer der letzten im Sommerjahresprogramm der Bildungshäuser in Vierzehnheiligen.
Ihr Leiter Elmar Koziel und Schwester Christina Schirner stellten jetzt das neue Programm der Herbst- und Winterzeit 2017/2018 vor. Es sei ein vielfältiges, abwechslungsreiches und erweitertes Eigenprogramm in den Bereichen Persönlichkeit, Spiritualität, Theologie und Kirche, so Koziel. Glauben und den Alltag in Verbindung zu bringen, sei ein Schwerpunkt der katholischen Erwachsenenbildung der Bildungshäuser. Der Rektor der Bildungshäuser machte deutlich, dass die Häuser auch offen stehen für alle, die alleine für sich oder mit geistlicher Unterstützung eine Auszeit nehmen möchten.
Von September bis Februar würden 45 Veranstaltungen im Diözesanhaus, bei den Franziskusschwestern und im Haus Frankenthal angeboten. Schwester Christina berichtete vom zunehmenden Interesse an den Veranstaltungen. Neben den Senioren spreche das Programm Menschen mittleren Alters und junge Erwachsenen an.
Das Programm beginnt im Haus Frankenthal am Freitag, 8. September, mit einem Malkurs. Manuela Böhm wird über die Heilkraft des Malens sprechen.
Weitere Informationen im Internet unter www.bildungshaeuser-vierzehnheiligen.de. Programmhefte werden in den Kirchen ausgelegt. awe