Das Radfahren in Kulmbach ist ein immer wieder diskutiertes Thema. Vieles liegt (noch) im Argen. Unser Mitarbeiter Karl Heinz Weber war mit dem Rad unterwegs. Hier seine Eindrücke:

"Nachdem ich am letzten Wochenende wieder mal zwei Radwegwanderer mit fragenden Gesichtern an der Flutmulde stehen sah und ihnen weiterhelfen konnte, habe ich mich entschlossen etwas darüber zu schreiben. Vor einigen Wochen war ein Bericht über Urlaub in Deutschland im TV zu sehen. Unter anderem haben zwei Feuerwehrleute aus Berlin mit den Fahrrädern den Mainradweg bewältigt. Dabei kam Kulmbach sehr gut weg. Aber zum Abschluss des Beitrages über unsere Heimatstadt klagten die beiden Radler darüber, dass sie aus der Innenstadt heraus den Main nicht mehr gefunden haben.

Die beiden Radwanderer vom Wochenende haben es über den Pörbitscher Weg versucht und standen dann am Ende der Brücke über die Flutmulde vor der Frage: links, rechts oder geradeaus? Keinerlei Radhinweisschilder, weder in Richtung Untersteinach noch Richtung Mainleus. Als Kulmbacher sieht man das mit anderen Augen, man kennt sich ja schließlich aus!

Ich habe mir dann den weiteren Verlauf angesehen, Richtung Burgkunstadt ist alles ab dem "Hähnchenwirt" super beschildert. Mainaufwärts steht man an der Berliner Brücke vor einer Rampe, die an ein Downhillrennen erinnert. Hier fehlt ebenfalls die touristische Beschilderung wie nach Bischofsgrün oder zum Mönchshof samt Museum. Die Hinweise folgen erst, nachdem man die Brücken dort unterquert hat. Das übersprühte Schild ,Untersteinach/Radfahrer absteigen' ist kaum mehr zu lesen.

Nächstes Thema ist hier die Sicherheit. Der Weg ist jetzt schon steil und gefährlich. Viel Spaß, wenn es erst mal im Herbst und Winter glatt wird. Der Beschilderung als gemeinsam zu nutzender Rad/Gehweg kann ich nicht folgen. Die Durchfahrt ist viel zu schmal für Radler und Fußgänger im Begegnungsverkehr. Außerdem kann man hier nicht ausweichen, man hat die Wahl: entweder gegen die Wand oder in die Böschung hinunter in die Flutmulde. Hier gäbe das Verkehrszeichen Sinn, das nebeneinander einen Fußgänger/Radfahrer zeigt mit dem Zusatz ,Radfahrer absteigen'. So steht es an dem Verbindungsweg zwischen Michel-Weiß-Straße und Ängerlein. Hier ist aber der Weg so breit (2,50 Meter), dass der Zusatz keinen Sinn ergibt. Es gibt also noch viel zu tun."