Seit dem Trainingsauftakt der Oshino Volleys des VC Eschenbacher Eltmann ist Johannes Engel aus Seßlach richtig "heiß" auf den Punktspielstart am 18. September. Er hofft auf ein optimales Ergebnis am Ende und darauf, dass er im Spiel auch seinen persönlichen Beitrag dazu leisten kann. Über seine Erwartungen und Ziele sprach er in einem Interview.

Frage: Sie haben zwei Spielserien in Eltmann hinter sich, kamen bereits 2014 von der VSG Coburg. Sie haben die Zittersaison vor zwei Jahren mit gemeistert. Nun spielt in Eltmann quasi ein halbes Dutzend Ex-Coburger und zusammen mit Kapitän Sebastian Richter und den alteingesessenen Eltmann-Akteuren ging es in der letzten Saison in ungeahnte Höhen. Wie lief das?
Johannes Engel: Es war sehr schön, aber auch aufregend, dass es nach der Saison 2014/15, als es noch im letzten Spiel um alles oder nichts ging, so steil nach oben ging, fast wie ein Traum. Ähnlich war es vor vier Jahren unter Milan Maric in Coburg, als es auch in der 2. Liga super klappte. Ich war damals hoch motiviert, und meine Coburger Mitspieler, vor allem Hansi Nürnberger, der ja früher schon in Eltmann aufschlug, und auch Sven Kellermann wussten ja, dass in Eltmann guter Volleyball gespielt wird. Logischerweise sind die beiden heute bei den Oshinos, und in ihrem Sog auch Nicola Poluga, Thiago Welter und über den Umweg Österreich auch Zuspieler Merten Krüger. Reibungspunkte der Ex-Coburger zu den ursprünglichen Eltmanner Spielern sind glatte Fehlanzeige.

Sie starten in Eltmann nun Ihre dritte Saison gemeinsam mit dem reaktivierten Heriberto Quero, einem Sprungwunder. Aber auch Sie sind einer mit sehr hohen Sprüngen. Welche Sprünge sind dieses Jahr drin?
Natürlich kämpfe ich darum, in dieser Saison einen Stammplatz zu erreichen. Deshalb trainiere ich auch jedesmal mit 100 Prozent, gehe bis an mein Leistungslimit. Und natürlich versuche ich, in den Spielen die oft im Spitzensport zitierten zehn Prozent Mehrleistung noch draufzulegen. Für die kommende Saison ist Fellbach nach meiner Überzeugung das Maß aller Dinge, aber auch Rüsselsheim, Hammelburg und das wiedererstarkte Team aus Dresden sind nicht zu unterschätzen. Aber jeder Gegner in der Staffel ist gefährlich, hat seine Stärken. Denn mit Motivation kann man manchmal, wenn es läuft, Berge versetzen, auch wenn man Außenseiter ist.

Wie schon erwähnt, war früher Milan Maric Coach in Eltmann, auch Ihr Trainer in Coburg. Nun sitzt er hier im Hangar wieder am Schalthebel. Wie schätzen Sie die bisherigen Trainingseinheiten ein?
Ich war schon in Coburg von Milan Maric begeistert, und auch sein Training jetzt bringt mich weiter, besonders das Selbstvertrauen und die Konstanz in verschiedenen Bereichen sind gewachsen. Das Training hat aus meiner Sicht echt Hand und Fuß. Doch nicht nur das Training ist es, was mich hier begeistert. Es ist das angenehme Klima im Verein, die Zusammenarbeit mit dem Manager und natürlich die begeisterten Fans. Um den Fan-Club Red Barons scharen sich immer mehr Volleyballbegeisterte. Ich wünsche mir, dass in allen Heimspielen die Halle voll ist und alle Fans mitgehen, wie man im letzten Februar insbesondere beim Derby gegen Hammelburg feststellen konnte. Die Oshinos waren in der letzten Saison in der Rückrunde ungeschlagen und, was für mich besonders wichtig war, im Hangar gingen wir stets als Sieger vom Feld. Hinter uns steht der
siebte Mann, der Fan-Block. In diesem Sinne gehe ich sehr optimistisch in die Punktesaison und kann das erste Spiel kaum abwarten.
Die Fragen stellte
Frank Heumann.