Landkreis Bamberg — Morgens mitten in einer unbekannten Stadt aufwachen, in einem fremden Land. Mit nichts als der Kleidung auf dem Leib. Ganz alleine oder mit der Sorge für eine Familie, ohne ein bekanntes Umfeld und ohne zu wissen, wie es weitergeht. Alle sprechen eine Sprache, die man nicht versteht, schreiben in einer Schrift, deren Zeichen man nicht lesen kann.
Ein Horrorszenario, das der Verein "Freund statt fremd" da zeichnet? Nein - die Realität vieler Asylsuchender, die den Weg in den Landkreis Bamberg geschafft haben. Eine Möglichkeit, diesen Menschen zur Seite zu stehen, sind neben dem Engagement in den lokalen Helferkreisen die Patenschaften des Vereins.
Seit April dieses Jahres bietet der Verein eine Stelle für den Aufbau eines koordinierten Patenschaftsnetzwerkes. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat sie die Aufgabe, neue Paten zu akquirieren, diese in ihrer Arbeit zu betreuen und fortzubilden. Engagierte Bürger können als Paten einem oder mehreren Asylbewerbern bei alltäglichen Problemen sowie im Umgang mit Behörden, Ärzten oder in schulischen Fragen zur Seite stehen. Eine Patenschaft ermöglicht ein intensives gegenseitiges Kennenlernen, einen kulturellen Austausch und ist den Angaben des Vereins zufolge eine Bereicherung für beide Seiten.
Interessierte Bürger, die eine Patenschaft bei Freund statt fremd übernehmen möchten, können sich bei den beiden Patenschaftskoordinatorinnen per E-Mail an patenschaft@freundstattfremd.de melden bzw. telefonisch unter 0176/47377213 oder 0176/47377457. red