Heike Schülein

Ein Ende naht: Im Jahr 2014 wurden im ersten Bauabschnitt bereits die Loquitzbrücke und die Straße zwischen der Brücke und der B 85 auf einer Länge von rund 80 Metern erneuert. Im zweiten Bauabschnitt 2016 folgt derzeit der Ausbau der Straße bis zum Bahnhof auf einer Länge von 450 Metern. Dieser Bereich ist deshalb für den Verkehr gesperrt.
Bei einem Vor-Ort-Termin überzeugten sich nun Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD), Geschäftsstellenleiter Frank Ziener und Bauhofleiter Claus Lindig vom Fortschreiten der größten Baumaßnahme der Stadt Ludwigsstadt in diesem Jahr.
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit der Ausbau trotz unvorhergesehener Zusatzarbeiten Ende Oktober so weit fortgeschritten ist, dass die Straße befahrbar ist. Damit findet eine - aufgrund der örtlichen Gegebenheiten - höchst anspruchsvolle Baumaßnahme ihr glückliches Ende.
"Eine der größten Herausforderungen stellte die Sicherstellung der Erreichbarkeit des Bahnhofs während der Baumaßnahme dar sowie die damit einhergehende Schülerbeförderung", erklärt Ziener. Ein Pkw- oder Bus-Verkehr am Bahnhof ist nicht möglich. Für Fußgänger musste als Provisorium ein Behelfsweg angelegt werden. Dieser erstreckt sich vom Rathaus über den Heinleinsweg parallel zur Bahnlinie. Der Heinleinsweg ist während der Maßnahme als Einbahnstraße Richtung Lindenstraße eingerichtet. Um die Fußgänger zu schützen, ist ein Befahren der Querverbindung Siedlungsweg-Heinleinsweg nur für Anlieger zugelassen.
Im Zuge der Maßnahme wird die Straße komplett erneuert, um diese verkehrstechnisch zu verbessern. Im Bereich zwischen den Anwesen Bahnhofstraße sechs und acht wird die talseitige Böschung neu aufgebaut und dabei flacher gestaltet. Dadurch kann auch der Gehweg verbreitert werden, was insbesondere der Sicherheit der Bürger dient.
Zudem wird im Bereich zwischen der Einmündung Siedlungsweg und Bahnhof auch die Kanal- beziehungsweise Wasserleitung erneuert. Die Straßenbeleuchtung wird auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt.


Anlieger unterstützen den Ausbau

Zufrieden mit dem Fortschreiten der Arbeiten zeigte sich Vorarbeiter Uwe Meisgeier von der beauftragten Firma STW Straßen-, Tief- und Wasserbau GmbH Eliasbrunn. Die laufende Bauausführung habe sich, so der Vorarbeiter, aufgrund der örtlichen Verhältnisse als nicht einfach herausgestellt und auch einige unvorhergesehene Zusatzarbeiten habe man meistern müssen.
Trotz alledem zeigte er sich zuversichtlich, den Straßenbelag bis Ende Oktober auftragen zu können und damit die Straße befahrbar zu machen. Die Gesamtkosten für die beiden Bauabschnitte betragen zusammen etwa 1,8 Millionen Euro. Der Freistaat gewährt auf den förderfähigen Kostenanteil der Stadt satte 90 Prozent Zuschuss aus Finanzausgleichsgesetz-Mitteln, so dass ein Eigenanteil von rund 40 000 Euro für die Stadt verbleibt. Für die Maßnahme müssen die Anlieger mit Straßenausbaubeiträgen von rund 200 000 Euro herangezogen werden.
Durch die Vollsperrung konnte man bis zu 20 Prozent der Baukosten einsparen, wodurch sich auch die Beiträge der Anlieger verminderten.
"Ich bin den Anliegern sehr dankbar, dass sie diese Maßnahme trotz der dadurch für sie entstehenden Kosten mittragen und man daher die Straße bauen konnte. Das ist alles andere als selbstverständlich", würdigte der Bürgermeister und lobte zugleich deren Geduld und Verständnis für die Unannehmlichkeiten während der monatelangen Bauarbeiten. Die ersten Gespräche mit den Anliegern waren bereits im Jahr 2011 geführt worden.
Die Realisierung des ehrgeizigen Projekts wäre auch nicht möglich gewesen, ohne die seitens des Freistaates gewährte höchstmögliche Förderung für finanzschwache Kommunen mit satten 90 Prozent. Für den Bürgermeister ist es ein zukunftsweisender Beitrag für die Infrastruktur sowie Verkehrssicherheit in Ludwigsstadt.