Vor wenigen Tagen fand in Bamberg ein "One Enactus Weekend" an der Universität Es kamen rund 150 Studierende von Teams aus ganz Deutschland, um andere Enactees kennenzulernen und unter fachkundlicher Anleitung in Workshops an neuen Projektideen zu arbeiten. Wir befragten Hugo Cuif, Teamleiter Enactus Bamberg und Hauptorganisator der Veranstaltung.

Herr Cuif, was ist Enactus?
Bei Enactus handelt es sich um eine Gemeinschaft von Studenten, die von Führungskräften aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt werden, um die Welt durch unternehmerische Projekte auf sozialer und ökologischer Ebene nachhaltiger zu gestalten. Enactus steht für Entrepreneurial - die Auffassungsgabe, Chancen zu erkennen und Fortschritt aus diesen Chancen zu erzielen -, Action - die Bereitschaft etwas eigenständig umzusetzen und es zu Ende zu führen, selbst wenn der Erfolg nicht garantiert ist - , Us - die Menschen, die sich durch eine wichtige Aufgabe miteinander verbunden fühlen und so Teil eines großen Ganzen sind.

Sie nennen Enactus eine der erfolgreichsten Studentenorganisationen weltweit?

Enactus verbindet. Nicht nur der Austausch in einem internationalen Netzwerk ist ein Pluspunkt, sondern auch der direkte Draht zu renommierten Unternehmen, welche als Sponsoren essentiell sind für den größtmöglichen unternehmerischen Einfluss. Aber vor allem die gemeinnützige Arbeit mit Menschen, die Hilfe brauchen, bietet jedem einzelnen Partner die Möglichkeit, die Welt im Kleinen zu verbessern und nachhaltig wirtschaftlichen Nutzen zu stiften.

Was war das Highlight des "One Enactus Weekend"?
Es war sehr spannend, sich mit 150 Enactees über aktuelle Projekte auszutauschen und die Motivation der Teams zu spüren, mit kreativen Ideen und unternehmerischem Geist Veränderungen zu schaffen.
Für uns als Organisatoren war das Highlight die Abschiedszeremonie. Wir erhielten ein sehr gutes Feedback für die Workshops, welche von Teamleitern und dem University Advisor der Universität Bamberg, Fabian Reck, zu Themen wie Innovationsmanagement, Motivationstechniken und Geschäftsmodelle gehalten wurden.

Welches war Ihr Lieblingsprojekt in deinen zwei Jahren Mitarbeit?
Auch wenn ich selbst an keinem Projekt beteiligt bin, stehe ich als Teamleiter in der Verantwortung, dass unsere Projekte erfolgsversprechend entwickelt werden und die Zusammenarbeit im Team funktioniert. Wir haben sehr interessante Projekte, die für viele Zielgruppen, wie zum Beispiel sozial benachteiligte Menschen, Geflüchtete oder geistig und körperlich behinderte Menschen, neue Perspektiven aufzeigen. Dabei ist es mir und meinem Teamleiterkollegen Patrick Haller wichtig, strukturiert vorzugehen und dem Team ein Konzept zur Bearbeitung ihrer Projekte an die Hand zu geben. In naher Zukunft wollen wir die Herausforderung meistern, Enactus an der Universität noch bekannter zu machen, aber auch außeruniversitär das Potenzial an mögliche Unternehmenssponsoren zu vermitteln.

Welchen Vorteil haben Unternehmen, die sich bei Enactus als Sponsoren engagieren ?
In erster Linie der positive Werbeeffekt. Sowohl über unsere Online-Marketing-Kanäle als auch direkt auf Veranstaltungen werden unsere Sponsoren beworben. Doch Sponsor von Enactus zu sein bedeutet viel mehr: Der Zugang an einem großen Pool aus sozial engagierten und hoch motivierten Studenten verschiedenster Fachrichtungen. Durch Enactus haben Großkonzerne, aber auch kleinere Firmen, die Möglichkeit, potenzielle Arbeitskräfte zu rekrutieren, die sehr gut im Bereich des sozialen Unternehmertums ausgebildet sind. Neben einer fundierten fachspezifischen Ausbildung werden auch die sogenannten "Soft Skills" und eine internationale Ausrichtung der Projektarbeit immer wichtiger.

Die Fragen stellte
Gertrud Glössner-Möschk