Hineingewachsen in einen zeitlos wichtigen Beruf, täglich dazugelernt, Freundschaften geknüpft - aber nicht zuletzt auch so manche Stunde für Prüfungen gebüffelt: Drei Jahre Ausbildung liegen hinter den 16 Absolventen der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirksklinikum Obermain, die nun Grund zum Strahlen hatten. Feierlich nahmen die an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt stehenden jungen Männer und Frauen im Festsaal des Bezirksklinikums ihre Abschlusszeugnisse entgegen.
"Wir sind am Ziel, die Lehrer sind am Ende", begann Lena Merzbacher, die mit Carmen Erhardt für die Absolventen sprach, ihre Ausführungen augenzwinkernd. Natürlich habe es während der Ausbildung auch Tiefs gegeben, doch aus diesen habe man Kraft geschöpft und sich nicht unterkriegen lassen, hieß es weiter.


Entscheidung nie bereut

Die mit belegter Stimme vorgebrachten Worte von Absolventin Erhardt sprachen für sich: "Ich glaube, meine Kolleginnen und Kollegen stimmen mir zu, wenn ich jetzt sage, dass ich die Entscheidung nie bereut habe. Ein Dankeschön oder ein Lächeln eines Patienten geben einem so viel zurück. Krankenpflege ist mehr als nur ein Beruf."
Auch Schulleiter Pankraz Hennemann blickte zurück auf die von Vielfalt geprägte Ausbildung des diesjährigen Absolventenjahrgangs. Zwölf Bereiche des Bezirksklinikums wurden durchlaufen, aber auch Außeneinsätze standen auf dem Programm, wie der Besuch des Dialysezentrums in Bamberg oder das Kennenlernen der Gynäkologiestationen in Lichtenfels und Coburg. Stationen der dreitägigen Abschlussfahrt nach Berlin waren das berühmte Krankenhaus "Charité" und der Deutsche Bundestag. Die Schüler hätten im übrigen während der drei Jahre 103 Leistungsnachweise erbracht, wofür ihnen ebenfalls ein großes Lob gebühre, betonte Hennemann.


Authentisch bleiben!

Den "wunderschönen und zukunftsträchtigen" Charakter des Berufs, den die 16 Absolventen ergriffen haben, sprach Katja Bittner vom Vorstand der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) an. Sie wünschte den Berufseinsteigern "Mut und Neugier, um auf dem weiteren Lebensweg Chancen zu ergreifen", und gab den Absolventen abschließend auf den Weg: "Und bleiben Sie authentisch - Sie sind alle richtig, so wie Sie sind."
"Es ist für Sie, liebe Absolventen, ein Tag der Freude", sagte Ärztlicher Direktor Thomas Kallert. Es handle sich um einen anspruchsvollen Beruf, dessen Wandel noch nicht abgeschlossen sei. Er wünschte den Absolventen gutes Gelingen, um die Herausforderungen zu bewältigen, die die Tätigkeit des Krankenpflegers beziehungsweise der Krankenschwester mit sich bringt, und "dass Sie Ihre nicht nur als Belastung, sondern vor allem als Bereicherung erleben können."
Gedankt wurde in der Feierstunde den Lehrkräften sowie allen weiteren Wegbegleitern, die zur erfolgreichen Ausbildung der 16 Absolventen beigetragen hatten. Hennemann dankte auch Katja Bittner sowie insgesamt den GeBO als Träger der Krankenpflegeschule. Er habe in den vergangenen Jahren immer große Unterstützung für die Belange der Schule erfahren.


Blumen für die Besten

16 Umschläge mit den Abschlusszeugnissen hielt Medizinaldirektor Thomas Meister in den Händen. Nun war der große Moment gekommen, auf den die Absolventen drei Jahre lang hingearbeitet hatten. "Sie haben nun einen wichtigen Grundstein gelegt. Bleiben Sie dran! Alles Gute für die Zukunft", lauteten die Worte des Prüfungsvorsitzenden, der auch den Gesamtdurchschnitt der Absolventenklasse mit 2,6 verkündete. Mit Bezirksverwaltungsdirektor Rudolf Burger, Katja Bittner und Thomas Kallert wurden den Absolventen die Abschlussurkunde sowie die Bezirksbrosche der Berufsfachschule für Krankenpflege überreicht. Zusätzlich über Blumengestecke freuen durften sich als die Absolventen mit dem besten Abschlussergebnis von jeweils 1,67, Carmen Erhardt und Theresa Fößel.
Nach dem offiziellen Teil wurde ein Bilder-Rückblick auf drei Jahre Ausbildung auf Großleinwand gezeigt. Mario Deller