Höchstadt — Die Don Bosco-Schule in Höchstadt hatte am vergangenen Freitag zu ihrem alljährlichen Sport-Eltern-Kind-Abend eingeladen. Mehr als 250 Sportbegeisterte waren der Einladung gefolgt und konnten sich bei herrlichem Frühlingswetter drinnen und draußen austoben. Ein vielfältiges Programm bot zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten. In einer Turnhallenhälfte lernten Kinder und Eltern, wie man Bänder kunstvoll schwingen und tanzen lassen kann, beliebte Kinderspiele wurden reaktiviert, und in der anderen Hallenhälfte war ein großer Bewegungsparcours mit vielen Stationen aufgebaut, der zum Austoben einlud.
Im Freien vor der Schule hatten die Lehrer der Schule jeden Winkel sportlich umgerüstet. Ein Fahrradparcours auf der Laufbahn forderte Konzentration und Geschicklichkeit. Die Kinder mussten beweisen, dass sie das Fahrradfahren auch in engen Kurven beherrschen, keines der Hindernisse sollte beim Lenken berührt oder gar umgefahren werden. Der Parcours endete an einer Slackline - einem elastisch gespannten dicken Seil, das viele Kinder entlangbalancierten, meist unter Mithilfe ihrer Eltern.
Auf der angrenzenden Rollbrettbahn konnten die Kinder mit viel Elan eine schiefe Bahn heruntersausen. An der schuleigenen Boulderwand bewiesen angehende kleine Bergsteiger, dass sie keine Höhenangst haben oder zumindest die Bereitschaft mitbringen, diese zu überwinden.
Auf dem großen Sportplatz vor der Schule versuchten sich Kinder in einer Ecke paarweise an verschiedenen Rückschlagspielen wie Softball oder Federball. Andere lieferten sich ein Schubkarrenrennen - Papas und Mamas mussten natürlich ihre Kinder über das Rasenfeld schieben, die Kinder durften in der Karre sitzen. Lustige Hindernisse auf dem Weg wie zum Beispiel eine Schubkarrenwaschanlage, die die durchfahrenden Akteure gehörig nass spritzte, trugen sehr zur Erheiterung der Zuschauer bei.

Stofftiere landen im Korb

Auf dem angrenzenden Basketballfeld war Stofftierbasketball. geboten. Die weichen Stofftiere verhinderten Blessuren, wenn das Wurfgeschoss einmal nicht im Korb, sondern auf der eigenen Nase landete. Auch der stadteigene Plüschkarpfen Fridolin diente als Ballersatz - sehr zur Erheiterung der Kinder.
Die Hauptattraktion war allerdings die vom Don-Bosco-Werk Bamberg geliehene mobile Kletterwand mit Riesenkriechtunnel. Ein Fachmann stand zur Absicherung bereit, sodass keiner vom über sieben Meter hohen Turm abstürzen konnte. Jedes Kind wurde vorher vorschriftsmäßig angeseilt und extra abgesichert. Der Andrang war groß, und sogar einige Väter standen in der Warteschleife und versuchten, die Wand zu erklimmen.
Zum Abschluss lieferten sich die Papas mit ihren Kindern ein spannendes Fußballspiel auf dem Fußballplatz der Schule. Jeder, der wollte, durfte mitspielen. So war das Getümmel auf dem Platz groß. Gegen 20 Uhr verabschiedeten sich die letzten Gäste. Drei Stunden lang waren die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern geradelt, balanciert, geklettert, gerannt, hatten ihre Geschicklichkeit bei verschiedenen Ballspielen bewiesen oder Hilfestellung geleistet.
Herlinde Jäkel