Mit einer Räuberpistole tauchte eine Elfjährige am Samstag bei der Kissinger Polizei auf. Wie die Polizei berichtet, erschien das Mädchen mit ihren Eltern auf dem Revier und erzählte, am Spielplatz Stögerstraße beraubt worden zu sein. Sie habe auf ihr Handy geschaut, als sie gestoßen wurde und hinfiel. Der Angreifer, ein erwachsener Mann, habe ihr Handy genommen und sei in Richtung einer nahen Bauruine geflohen. Eine erste Suche der Polizei am Spielplatz, auf der Bauruine sowie Befragungen in der Nachbarschaft blieben erfolglos. Später fanden die Polizisten das Handy auf der Bauruine unter einer Kellertreppe. "Da bei dem Mobiltelefon die Taschenlampe aktiviert war, erhärtete sich der Verdacht, dass die Geschichte unwahr ist", schreibt die Polizei. Die Elfjährige wurde nochmals befragt, wobei sie einräumte, die Geschichte erfunden zu haben. Sie hatte die Bauruine erkundet, ihr Handy fallen gelassen und konnte es nicht mehr erreichen. "Da sie Angst hatte, ihren Eltern davon zu erzählen, dachte sie sich die Geschichte von dem Überfall aus", so die Polizei weiter. Einen Raub vorzutäuschen ist ein Straftatbestand. Gegen das Mädchen wird ermittelt. pol