"Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud." Wie die Textzeilen des Adventsliedes erwies sich auch die Adventsfeier der Kolpingsfamilie Weismain und der Weismainer Blasmusik als sehr besinnlich, ja manchmal sogar als nachdenklich stimmend. Die Jugendgruppe der Blasmusik eröffnete gekonnt mit adventlichen Weisen den Abend.

Die Zweite Vorsitzende der Weismainer Blasmusik, Bianka Bähr, war der Meinung, dass es an diesem Tage auch wichtig sei, allen helfenden Mitgliedern für ihre Arbeit im letzten Jahr zu danken.

Pfarrer Möckels Geschenktipp

Pfarrer Gerhard Möckel ging auf die Geschenkeflut zu Weihnachten ein: "Ein schönes Geschenk ist, wenn ich anderen Gutes und Schönes tue. Gott hat uns Weihnachten durch das Kind in der Krippe geschenkt. Dies kann bei den Menschen wieder zum Ausdruck kommen, wenn sie gegenseitig Gutes tun und anderen Menschen Freude und Hilfe schenken."

Es habe sich im Verhältnis zu der Zeit vor 2000 Jahren so viel nicht geändert. Auch heute stünden Menschen am Rande der Gesellschaft, die gerade Unterkunft und Hilfe benötigten, wie es damals schon gewesen sei. Die Vorweihnachtszeit in einem guten Miteinander zu erleben, sei daher mehr als nötig.

"Welt ist Pulverfass geworden"

Besinnliches zum Advent hatten Monika Will und Brigitte Dütsch zu bieten. Erheiternder war da schon die Geschichte vom gestohlenen Christkind aus der Weihnachtskrippe, die Frank Eitzenberger vortrug.

Kolping-Urgestein Fritz Dietz warnte anhand von Beispielen und Grundsätzen von Johannes dem Täufer, dem heiligen Bischof Nikolaus und Adolf Kolping, die immer bescheiden gelebt hätten, vor der Reizüberflutung zur Weihnachtszeit: "Unsere Welt ist in vielerlei Hinsicht ein Pulverfass geworden. Wir müssen darauf achten, den Ast, auf dem wir sitzen, nicht abzusägen." Als weiterhin sehr wichtig stellte Dietz die Zusammenarbeit der Frauen, Männer und der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Weismain sowie der Weismainer Blasmusik heraus.

Eine Spende von 500 Euro überreichten Schatzmeister Wolfgang Detsch und Fritz Dietz an Pfarrer Möckel für die Pfarrkirche. Ebenso gaben sie einen symbolischen Scheck über 750 Euro für die Projekte des ehemaligen Weismainer Kaplans und Schwürbitzer Pfarrers Martin Ninaparampil.

Mit Ehrungen verdienter Mitglieder klang die Adventsfeier aus. Maria Will, Uwe Heer, Fritz Dietz und Pfarrer Gerhard Möckel ehrten für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Kolpingsfamilie Weismain Johanna Manzer, für 40 Jahre Margit Mager, Elke Bähr, Klaus Beßlein, Robert Schneider und Harald Dietz, für 50 Jahre Elisabeth Dietz, Erich Schmatz, Herbert Leikeim, Georg Dietz, Helmut Manzer und Klaus Rauch sowie für 60 Jahre Heinrich Markolwitz, Andreas Bauer, Georg Eitzenberger, Georg Ultsch, Walter Melkus und Josef Tungl. rdi