Die Energie- und Fördermittelberatung des Landratsamtes Forchheim weist darauf hin, dass im bayerischen 10 000-Häuser-Programm die Förderrichtlinien mit sofortiger Wirkung verbessert wurden. Bauherren und Eigentümer von neuen oder zur Sanierung anstehenden Ein- und Zweifamilienhäusern können Zuschüsse von bis zu 18 000 Euro für innovative Heiztechniken, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder für besonders effiziente Wohngebäude zukünftig auch unabhängig von einer KfW-Förderung beantragen.
Für Interessenten am Technik- und am Energieeffizienz-Bonus ergeben sich nach Auskunft von Christine Galster vom Büro Energie und Klima des Landratsamtes zwei wesentliche Verbesserungen.
Zum einen wurde die Antragsfrist für die vorgesehenen 3700 Förderfälle bis zum 31. Dezember verlängert. Die Zusagen werden in der Reihenfolge des Antragseingangs vergeben. Der jeweils aktuelle Stand der noch verfügbaren Förderfälle kann auf www.energiebonus.bayern.de abgerufen werden.
Außerdem ist es möglich, die Zuschüsse ab sofort auch ohne die bisher verpflichtende Beantragung von KfW-Fördermitteln in Anspruch zu nehmen. Es ist nunmehr ausreichend, wenn der Energieeffizienz-Experte über seinen Zugang zur KfW-Plattform die Bedingungen für eine Förderfähigkeit bestätigt. Beim Neubau muss mindestens der Standard KfW-Effizienzhaus 55, bei der energetischen Gebäudesanierung mindestens KfW-Effizienzhaus 115 erreicht werden. Die Antragstellung für das 10 000-Häuser-Programm ist somit nicht mehr an die Aufnahme eines KfW-Darlehens über die Hausbank gebunden. Die Förderung kann jedoch weiterhin mit Zuschüssen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und Zuschüssen der KfW-Bankengruppe kombiniert werden.
Wichtig ist, dass der elektronische Zuschussantrag vor Abschluss eines Lieferungs- und Leistungsvertrages, d. h. vor Auftragserteilung an den Handwerker übers Internet www.energiebonus.bayern.de gestellt wird. Der Eingang des elektronischen Antrags bei der Bewilligungsstelle wird per E-Mail bestätigt. Der Förderantrag selbst muss noch ausgedruckt und vom Antragsteller sowie einem Sachverständigen unterschrieben und innerhalb einer Frist von vier Monaten nach elektronischem Antrag in Papierform bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden. red