Trotz der ausführlichen Einwände der Bürger gegen das Baugebiet Forstlahm Nord II, beschloss die Stadt schneller Hand das Fortsetzen des Baugebietes. Am 2. Juni 2017 wurde noch lautstark von Henry Schramm verkündet, dass alle Einwände geprüft werden und er die Bürger berücksichtigen und mit ihnen Rücksprache halten möchte, doch davon ist nichts zu spüren. Am 14. Juli 2017 wurde das Baugebiet mal so eben beschlossen.
Elf Tage nach der Beschließung bekam ich eine Antwort auf die vorgebrachten Einwände meinerseits und einiger Bürger. Wir wurden schlicht und einfach übergangen. Diese Antwort der Stadt beinhaltet die üblichen Floskeln, die schon so viele Male von der Stadt runtergeleiert wurden, jedoch nach wie vor nicht so recht mit den eigenen Vorgaben der Stadt übereinstimmen, noch die Bedürfnisse der Menschen und der Natur als Allgemeingut berücksichtigen.
Länder, in denen der Wohlstand wesentlich geringer ist als in DE/Kulmbach, sind mittlerweile mehr darauf bedacht nachhaltig und ressourcenschonender zu wirtschaften als wir es in Bayern/Oberfranken tun. Daran sollten wir uns in Oberfranken eine Beispiel nehmen.
Die Politik hier ist nicht am Gemeinwohl und der Nachhaltigkeit orientiert, sondern wirtschaftet vorzugsweise für den Wohlstand einer begrenzten Zielgruppe, im Hinblick auf die nächsten paar Amtsjahre. Sollten die Politiker nicht langsam mal aus den Fehlern gelernt haben? Aber nein, es scheint so weiterzugehen, dass Politiker weiterhin grobfahrlässig mit dem Allgemeingut Natur und ihrer Schönheit und die für alle Menschen notwendigen Ressourcen und dem Grundrecht auf sauberes Grundwasser, umgehen.
Die Enttäuschung vieler Menschen in Kulmbach steigt mit jedem Stück mehr zerstörter Natur. Man möchte auch nicht weiter durch materielle Zusagen - wie eine Straße, die nicht mehr von den Anwohner bezahlt werden muss, dafür aber von den Steuergeldern bezahlt wird - beschwichtigt werden.
Es bleibt wohl weiterhin ein trauriges Schauspiel wie die Politik in Kulmbach handelt. Umso mehr muss nun wohl der ehrenamtliche und der naturverbundene Bürger handeln, um Kulmbach und das noch schützenswerte Rotmaintal zu erhalten.

Eunike Schu
Kulmbach