Ungewöhnliche Post fanden an einem Morgen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschule am Mönchsturm in Hammelburg auf ihrem Platz im Lehrerzimmer vor. In jedem Fach befand sich ein Apfel mit einem kleinen Brief. "Ein Apfel für den Lehrer" ist ein alter Brauch, den der Familientherapeut Jesper Juul aufgegriffen hat. Kinder schenken ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer als Zeichen der Wertschätzung einen Apfel. Eine kleine Geste - vielleicht, aber sicher ist die dahinter verborgene Würdigung der Beziehung als viel größer und wichtiger anzusehen. Eine gute Idee und besonders in der Coronazeit eine passende Geste, dachte sich auch Elena Tiefenbach, die Jugendsozialarbeiterin der gfi gGmbH an der Grundschule und setzte den Brauch um. "Herzlichen Dank an Dich und dass ich mit Dir zusammenarbeiten darf! Ich freue mich, dass Du da bist und wir gemeinsam für unsere Schulfamilie einstehen", schrieb sie an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Die Lehrkräfte leisten insbesondere in dieser schwierigen Zeit sehr viel, da darf ein Dank nicht fehlen", meint Elena Tiefenbach. Die Jugendsozialarbeiterin bleibt auch während des Distanzunterrichts für alle Kinder und Eltern der Schulfamilie ansprechbar. "Ich bin allen Familien ebenfalls sehr dankbar für das tolle Engagement", sagt sie und freut sich auf die nächsten Gespräche. red