von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Unterwaiz — Die Unterwaizer Sänger sind flexibel. Sie treten in Sälen, Turnhallen, Kirchen und Stadthallen auf. Oder wie jetzt an einem ungewohnten Ort: Im kleinen Zelt zur Unterwaizer Feuerwehr-Kerwa. Und dort verwandelten sie das dicht besetzte Rechteck in ein konzertantes Refugium.
Die zündende Liederstunde, zu der auch Gastvereine aus der Umgebung gekommen waren, offenbarte die gewaltige Steigerung, die der gemischte Chor mit nun 30 Interpreten in der letzten Zeit erfahren hat - dank des umsichtigen Dirigenten Günter Fischer, der filigran leitete und wieder ein anspruchsvolles Programm ausgearbeitet hatte.
Mit zwölf Liedbeiträgen aus fränkischer Umgebung, aus Operette und Musicals, setzte die homogene Singgemeinschaft starke Kontraste, in den Frauen-und Männerstimmen gleich gut besetzt. Fein artikuliert und durchlässig in beschwingter Walzerseligkeit wurde die Weise "Sei gepriesen, du lauschige Nacht" intoniert, "Mamma Mia" von Abba bestach durch hohes Stimmvolumen, nach dem Schlusspart gab es Jubelrufe.

An Tagen wie diesen

Dann der absolute Höhepunkt: "Tage wie diese" von den "Toten Hosen", mit weitem Klang hinausgetragen ins Publikum, das den Refrain mitsang, wie verrückt klatschte und die Arme im Takt in die Luft reckte. Stimmung wie beim WM-Finale.
Später dann bis nach Mitternacht ein Fischer-Duo in blendender Spiellaune, selbst die neue Bürgermeisterin Simone Kirschner hielt es nicht mehr auf ihrem Platz. Sie tanzte nach Herzenslust.
Den Abend nutzte der Gesangverein auch zur Werbung: "Kommen Sie zu unseren Singstunden jeweils am Dienstag um 19.30 Uhr im Übungsraum desFeuerwehrhauses. Wir freuen uns über jedes neues Chormitglied", sagte Günter Fischer.