Der Ortsteil Strössendorf hat in Zukunft wieder etwas mehr "Gewicht" im Gemeinderat von Altenkunstadt. Der lang gehegte Wunsch nach einem Ortssprecher wurde nun Wirklichkeit: Ihre Stimme gab die Mehrheit der Einwohner Christoph Domes.

Wahl beantragt

Bei den zurückliegenden Gemeinderatswahlen war der Gemeindeteil Strössendorf, eigentlich zu den großen der Gemeinde Altenkunstadt zählend, dennoch leer ausgegangen. Ein Thema, worüber die Einwohner nicht ganz glücklich waren. Es reifte daher der Entschluss, die Wahl eines Ortssprechers zu beantragen.

Bei der jüngsten Ortsversammlung, die ausnahmsweise im Biergarten stattfand, begrüßte Erster Bürgermeister Robert Hümmer alle Gemeindemedaillenträger, Ratsmitglieder, Vertreter der Vereine und vor allen Dingen die Mitbürgerinnen und Mitbürger von Strössendorf.

Rein beratende Funktion

Auf die Tätigkeit des Ortssprechers eingehend, sagte der Bürgermeister, dass dieser ein ehrenamtlich tätiger Gemeindebürger sei, der - rein beratend - an allen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse, teilnehmen und auch Anträge stellen dürfe. Auf den bevorstehenden Wahlgang eingehend, sagte Erster Bürgermeister Robert Hümmer, dass derjenige Kandidat gewählt sei, der die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen kann. An dieser Stelle informierte der Bürgermeister die Versammlungsbesucher, dass in der Gemeindeverwaltung zwei Vorschläge eingegangen seien: Die Strössendorfer Einwohner Harry Reichstein und Christoph Domes stellten sich zur Wahl. Weitere Kandidaten wurden nicht aufgestellt.

Vier ungültige Stimmen

Danach erfolgt der Gang an die Wahlurnen; einem Wahlgremium unter der Leitung des Geschäftsleiters Alexander Pfaff oblag danach die Auswertung der Stimmzettel. Das Ergebnis ergab dann bei 60 Stimmberechtigen und vier ungültigen Stimmen, 36 Stimmen für Christoph Domes, der damit als Ortssprecher von Strössendorf gewählt wurde; auf Harry Reichstein entfielen 20 Stimmen.

Anschließend diskutierten die Einwohner über Projekte, die angegangen werden sollen: Darunter fallen Pflegemaßnahmen auf dem Friedhof von Strössendorf und das Zurückschneiden von Hecken in der Markgrafenstraße. Leopold Frommelt erkundigte sich seitens des Trimm-Dich-Clubs hinsichtlich der sportlichen Betätigungen in der Grundschulturnhalle, wobei Hümmer erwiderte, dass auch nach deren Sanierungsbeginn Tischtennis gespielt werden könne - dann allerdings in der Kordigasthalle.

Breiten Raum nahm dann die Verkehrssituation ein, und es kam der Hinweis, dass Verkehrsteilnehmer in der Markgrafenstraße und von Zeublitz kommend, zu schnell unterwegs seien. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer war nicht erreicht worden. Auch die Versetzung des Ortsschildes in der Zeublitzer Straße habe nicht den gewünschten Effekt gebracht, war von den Anliegern zu erfahren, die zusätzlich eine Fahrbahnerhöhung in diesem Abschnitt zur Diskussion stellten. Bürgermeister Hümmer sagte zu, sich dieser Angelegenheit anzunehmen, und verwies auch auf die Bürgergespräche in den Gemeindeteilen.