Burgkunstadt — Stephan Franke von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels stellte im Stadtrat die Vorteile einer Bürgerstiftung beziehungsweise einer Stiftungsgemeinschaft vor. "Jeder kann eine Stiftung gründen, auch Kommunen", warb er.
Für Gemeinden sei das bereits ab einer Einlage von 10 000 Euro möglich, die Hälfte davon würde die Sparkasse übernehmen. Eine Bürgerstiftung diene dazu, gemeinnützige Einrichtungen in der Region zu unterstützen. Mit den Erlösen könnten beispielsweise Spielplätze hergerichtet und die örtlichen Feuerwehren gefördert werden.


Bereitschaft ist da

In der Gemeinde Rödental habe dieses Konzept bereits guten Anklang gefunden, sagte Franke. "Wenn die Bürger merken, es wird etwas Gutes getan, dann ist die Spendenbereitschaft da."
Der Stadtrat nahm von diesen Informationen Kenntnis. Bürgermeisterin Christine Frieß bat die Fraktionen, sich Gedanken zu machen, ob Interesse an einer Stiftungsgründung besteht.
Weiter beschloss der Stadtrat mehrheitlich, Karin Doberer, eine Beraterin zur Verbesserung von Lern-, Raum- und Teamkultur an Schulen, in die Planung für den Ausbau des Untergeschosses an der Grundschule einzubeziehen.
Gegenstimmen gab es aus der CSU-Fraktion. Günter Knorr, Marco Hennemann und Katrin Weißmann ging es dabei nicht um die Beratungsleistung an sich, sondern noch immer um die Entscheidung, wo die Schulkindbetreuung künftig untergebracht werden soll.


Auch Mittelschule anschauen

Knorr schlug vor, dass sich Doberer auch die Mittelschule anschauen sollte, "denn mit dem gleichen Geld kann man ein ganzes Gebäude sanieren, nicht nur den Keller".
In der Sitzung am 15. September hatte der Stadtrat mehrheitlich beschlossen, das Architekturbüro Klerner mit der Planung des Untergeschoss-Ausbaus zu beauftragen. Stadtrat Marcus Dinglreiter hatte vorgeschlagen, das Beratungsbüro von Karin Doberer hinzuzuziehen. Auch er hält den Ausbau des Grundschuluntergeschosses für die schlechteste Lösung, aber man müsse eben das Beste daraus machen. alo