Durch die Spende der Stiftung "inVITAtio" ist das Projekt Sprachpaten für Flüchtlingskinder "Mentor Lesespaß" für ein weiteres Jahr gesichert. Lesepaten sind in den Schulalltag eingebettet, erklärten Doreen Rottmann, Koordinatorin der Bildungsregion des Landkreises Coburg, und Kerstin Lindenlaub, Leiterin Bildungsbüro der Stadt Coburg, bei der ersten Fortbildungsveranstaltung mit über 90 Sprachpaten. Im November 2015 sei das erste Projekt gestartet und nach einem Jahr seien nun über 90 Sprachpaten in Stadt und Landkreis Coburg an 32 Förder-, Grund-, Mittel- und Realschulen aktiv, berichtete Helga Brachmann. Die Sprachpaten unterstützten Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen dabei, möglichst schnell ihre vorhandenen Sprachbarrieren zu überwinden.
"Menschen, die anderen Menschen und jungen Leuten Hoffnung und Zuversicht geben", könne er nur seinen persönlichen Respekt zollen, sagte Schulamtsdirektor Werner Löffler. Das Schulamt freue sich über die engagierte Tätigkeit der Sprachpaten, denn: "Lernen braucht Menschen". Ein Hörbuch bringe den Kindern wenig und es sei wichtig, dass Vater oder Mutter ihren Kindern etwas vorläsen. "Geben Sie jungen Leuten Zuversicht und Hoffnung."
Die C&A-Filiale Coburg hatte mit ihrer Back-to-school-Spendenaktion die Anschubfinanzierung geliefert, berichtete Helga Brachmann. Carmencita Hartwig stelle nun mit ihrer Stiftung "inVITAtio" die weitere Finanzierung dieses Projektes sicher. Die Stiftung wolle es Menschen ermöglichen, in ausweglos erscheinenden Situationen neuen Lebensmut zu fassen, und sie fördere Organisationen, Vereine und Initiativen, die hilfebedürftige Menschen in Krisensituationen unterstützen. In jüngster Zeit engagiere sich "inVITAtio" für eine Integration von Flüchtlingen, insbesondere von traumatisierten Frauen und Kindern, sagte Carmencita Hartwig. Schwerpunkt sei die Integration von Frauen und Kindern durch Erlernen der deutschen Sprache. Referentin Christine Wollborn zollte den Sprachpaten große Achtung. Gemeinsam mit Schulamtsdirektor Werner Löffler, dem Verein Mentor Lesepaß Coburg, den Koordinatoren der Bildungsregion für Stadt und Landkreis und den Sponsoren wurden am Dienstagabend im Landratsamt Coburg neue und alte Sprachpaten begrüßt und es dazu eingeladen, gemeinsam ein weiteres Sprachpatenjahr einzuläuten. Diese Möglichkeit und auch das gute Konzept hätten sich durchgesetzt, sagte Doreen Rottmann, Koordinatiorin der Bildungsregion des Landkreises Coburg. Bekanntgegeben wurde bei dieser Gelegenheit, dass noch dringend Mentoren an der Mittelschule Rödental gesucht werden.


Weitere Sprachpaten gesucht

Außerdem werden noch gerne weitere Sprachpaten aufgenommen. Der Einsatz als Sprachpate erfolgt im Vormittagsunterricht an Grundschulen oder in den Übergangsklassen unter Anweisung der zuständigen Lehrkraft. Darüber hinaus können Sprachpaten - dem Vorbild der Lesementoren folgend - am Nachmittag eingesetzt werden. Die Patentätigkeit sollte sich über ein Schuljahr erstrecken, um eine nachhaltige Förderung zu erzielen. Die Koordination zwischen Sprachpaten, Schulen und Patenkindern übernimmt der Verein Mentor Lesepaß Coburg. "Unsere Lesementoren arbeiten seit Jahren sehr gut mit den Schulen zusammen und helfen bei der Überwindung von Leseschwierigkeiten. Dieses Erfolgskonzept wollen wir nun auf den Spracherwerb ausdehnen. Der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden", erklärte Helga Brachmann, Vorsitzende des Vereins Mentor Lesespaß Coburg, ihr Engagement. des