Die Vorstellungen des Theaters Erlangen finden bis zum 2. November wie geplant statt. So kommt vor der landesweiten Schließung der Theater am Theater Erlangen noch eine Neuproduktion zur Premiere.

Am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr im Theater in der Garage bringt Regisseur Matthias Kaschig eine Theateradaption von Franz Kafkas Erzählung "Der Bau" auf die Bühne. Kafkas Versuchsaufbau von 1923/24 seziert lakonisch ein Spannungsfeld zwischen Sicherheitsbedürfnis und Paranoia, das so alt ist wie die erste Höhle, aber durch die Pandemie bei uns allen neu justiert werden musste. Alissa Snagowski und Hermann Große-Berg verkörpern Kafkas schizophrenen Erzähler, ein Tier, das einen Bau errichtet hat, aber jeden Schritt sofort hinterfragt: Ist die Anlage wirklich so sicher wie gedacht?

In Bezug auf die von Bund und Ländern beschlossene Schließung der Theater erklärt die Theaterleitung: "In den vergangenen Monaten haben wir mit großem Einsatz Hygienekonzepte für einen sicheren Besuch in unseren Spielstätten erarbeitet und diese auch erfolgreich umgesetzt. Die erneute Schließung des Theaters für das Publikum ist daher ein harter Schlag, auch wenn wir die Entscheidung angesichts des besorgniserregenden Infektionsgeschehens solidarisch mittragen. Die Arbeit hinter den Kulissen geht weiter - wir proben, suchen neue Termine für die ausgefallenen Vorstellungen und werden digitale Angebote bereitstellen. Wir sind sehr dankbar, dass unser Publikum bislang so großes Verständnis für unsere Lage aufbringt und uns auch in der Pandemie geduldig begleitet." red