Zum Bericht "SPD Forchheim fordert Günther Hammer auf, sein Mandat niederzulegen" vom 27. Juli:

Muss Günther Hammer aus dem Stadtrat ausscheiden, weil er die SPD-Fraktion verlassen hat? Auch ich habe Günther Hammer, wie weiteren tüchtigen Bewerbern um einen Sitz im Stadtrat, drei Stimmen gegeben. Dies aber, weil ich ihn als eine Persönlichkeit kenne, die sich aktiv, kreativ und wirksam für das Wohl der Stadt einsetzt.
Kommunalwahlen sind in erster Linie Persönlichkeitswahlen. Engagierte Wähler nutzen die Möglichkeiten des kommunalen Wahlrechts und suchen die nach ihrer Meinung fähigsten Kandidaten quer durch die Parteien aus. So wird die Zahl der grauen Mäuse und Abnicker im Stadtrat kleingehalten.
Keine Partei kann so tun, als ob die Wählerstimmen, die sie bei einer Kommunalwahl erhält, ausschließlich ihren Programmen zu verdanken wären. Günther Hammer ist in Überzeugender Weise für die Interessen seiner Heimatstadt eingetreten.
Deshalb hat er mit großer Sicherheit auch die Stimmen von Wählern außerhalb der SPD erhalten. Sein Wechsel muss nun als Gewissensentscheidung respektiert werden. Er soll sich weiterhin als Stadtrat für Forchheim einsetzen, wie dies andere Stadträte nach ihren Wechseln auch tun.

Hansotto Nebauer
Forchheim